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Göttingen Journalistische Qualität und die Laurentius-Tränen
Die Region Göttingen Journalistische Qualität und die Laurentius-Tränen
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18:52 05.08.2011
Von Ilse Stein
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Was aber tun mit einem Ranking, das nach rein wissenschaftlichen Kriterien entstand und sich mit der journalistischen Qualität der deutschen Tageszeitungen beschäftigt? Da fällt diese Frage schon einmal weg.

Was also wurde dabei untersucht und wer hat es bewertet? Unter Leitung des Hamburger Medienforschers Christian M. Wellbrock haben 56 Experten teilgenommen – Wissenschaftler, leitende Redakteure, Leiter von Journalistenschulen ebenso wie preisgekrönte Journalisten. Sie haben 352 deutsche regionale und überregionale Zeitungen ebenso wie Online-Portale in den Punkten Aktualität, Relevanz, Richtigkeit, Verständlichkeit, Vielfalt, Vollständigkeit und Unparteilichkeit untersucht und auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die den überregionalen Teil für Göttinger und Eichsfelder Tageblatt liefert, kam dabei hinter der Zeitung Der Tagesspiegel auf Platz zwei. Das Göttinger Tageblatt landete ebenfalls in der Liste der 77 Publikationen, die mindestens zehn Bewertungen erhalten haben und somit in ein öffentliches Ranking eingingen. Wobei GT und ET immerhin auf Platz 40 kamen. Als einzige regionale Tageszeitung dieser Größenordnung übrigens. Allein das sehen wir schon als einen Erfolg. Als Beispiel: Wir befinden uns auf diesem Platz zwischen Berliner Morgenpost und Münchner TZ.

Diese Liste bedeutet auch eine Herausforderung für die Zukunft. Denn nach dieser ersten journalistischen Bewertung in Deutschland überhaupt (in den USA gehört dies schon seit Jahrzehnten zum Standard), werden wir sicher auch in der Zukunft Bewertungen dieser Art erhalten. Sagen wir es mit einem guten alten Werbespruch: Wir arbeiten daran – damit Göttingen irgendwann ganz vorn steht.

Zunächst aber ein Blick in die nahe Zukunft: In der kommenden Woche ist die Chance wieder sehr hoch, Sternschnuppen zu sehen (und sich dabei etwas zu wünschen). Die Persëiden nämlich sind ein jährlich um diese Zeit wiederkehrender Meteoritenstrom, der in den Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen aufweist. Beobachtet wird dies schon seit mehr als 2000 Jahren. Da das Datum aber auch mit dem Todestag des katholischen Märtyrers Laurentius (10. August 258 n. Chr. ) zusammenfällt, werden sie im Volksmund auch „Tränen des Laurentius“ genannt.

Sollte sich jemand bei einer dieser Sternschnuppen vielleicht gar den Bau der Südumgehung wünschen – die Chancen dafür gehen demnächst endgültig gegen Null. Denn die Stadt lässt jetzt (sechs Jahre nach der ersten Ankündigung) dort ein etwa 15 Hektar großes Naherholungsgebiet ausbauen. Da sind wir mal gespannt, was sich die Planer darunter so vorstellen. Bis kommenden Montag jedenfalls hüllen sie sich noch geheimnisvoll in Schweigen.

Der Terminkalender schweigt nun auch ein wenig ­ nachdem bisher von Sommerloch keine Rede sein konnte. Dennoch: Auch an diesem Wochenende ist einiges los. Ob Mittelalterfest auf der Burg Hanstein, Tierparklauf auf der Sababurg oder der Auftritt der Musikentertainer Bidla Buh heute um 20.30 Uhr im Alten Rathaus. Derweil laufen die Vorbereitungen für den „Rock am Kaufpark“ am Sonnabend, 13. August, auf Hochtouren. Zur Vorbereitung empfehle ich die Videos der Tageblatt-Online-Redaktion über die Bands des Abends.