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Göttingen Jühnde als Vorzeigedorf gelobt
Die Region Göttingen Jühnde als Vorzeigedorf gelobt
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20:35 26.06.2015
Von Britta Eichner-Ramm
Der niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, Olaf Lies (SPD).
Der niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, Olaf Lies (SPD). Quelle: Pförtner
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Jühnde

33 Jühnder Familien testeten seit März die Nutzung eines „elektrischen Dorfautos“ im Car-Sharing-Modell. Wissenschaftlich begleitet hat das Projekt die Uni Göttingen und finanziert wurde das Projekt als Teil des regionalen Elektromobilitätskonzeptes im Landkreis Göttingen im Rahmen des Schaufensters E-Mobilität. Bisher konnte das E-Mobil, das am Centrum Erneuerbare Energien (CNE) in der Dorfmitte an einer Ladesäule seinen Standort hat, kostenlos genutzt werden.

Dafür mussten die Tester der Uni ihre Erfahrungen mitteilen. Herausgekommen ist nun ein E-Carsharing-Modell in Kooperation mit dem Grünen Auto Göttingen. Ab sofort stehen zwei E-Autos zur kostenpflichtigen Ausleihe bereit.
Dass Carsharing auch im ländlichen Raum funktioniere und sich auch wirtschaftlich trage, soll Jühnde nun auch weiterhin zeigen. Ziel der E-Mobilität sei, so erklärte Kreisumweltdezernentin Christel Wemheuer (Grüne), dass langfristig das Zweitauto abgeschafft werde.

Minister Lies hob Jühndes Vorbildfunktion hervor, da das Bioenergiedorf den Strom selbst produziere und für die E-Mobilität nutze. In einer vernetzten Form der Mobilität liege die Zukunft, ist er überzeugt. Das Jühnder E-Carsharing-Modell bezeichnete Lies als Aushängeschild in Niedersachsen.

Die Testphase, so erläuterte Andre Hanelt von der Uni Göttingen, habe zu einem Modell geführt, das Nutzerattraktivität wie auch wirtschaftliche Tragfähigkeit biete. Bärbel von Werder, eine der Testerinnen, sagte, sie trage sich mit dem Gedanken, den Zweitwagen aufzugeben, „wenn sich das E-Carsharing durchsetzt“.

Wieder einmal wird Jühnde als Vorzeigedorf gelobt. Diesmal vom niedersächsischen Minister für Wirtschaft und Verkehr, Olaf Lies (SPD).