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Göttingen CDU: „Inhaltlich kann es nicht Aufgabe der Stadt sein, ein Blockadetraining zu finanzieren“
Die Region Göttingen CDU: „Inhaltlich kann es nicht Aufgabe der Stadt sein, ein Blockadetraining zu finanzieren“
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00:27 17.06.2019
Im Jugendzentrum Innenstadt, genannt "Juzi", können Veranstaltungen besucht werden, die der CDU-Fraktion missfallen. Quelle: GOETTINGERTAGEBLATT
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Göttingen

„Inhaltlich kann es nicht Aufgabe der Stadt sein, ein Blockadetraining zu finanzieren“, so eröffnete Dominic Steneberg (CDU) den Tagesordnungspunkt zur „Förderung der politischen und kulturellen Jugendarbeit in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am vergangenen Donnerstag.

Die CDU-Ratsfraktion hatte im Vorfeld das Jugendzentrum Innenstadt (Juzi) in einer Pressmitteilung als „Kaderschmiede unter rot-rot-grünem Schutzschirm“ bezeichnet und sich gegen die Förderung ausgesprochen. Auch Steneberg ging es explizit um diese Einrichtung, die im Antrag um die 50 geplante Aktivitäten aufgelistet hatte, wovon ein Workshop als „Blockade- und Aktionstraining“ angekündigt wurde. „Die Beiträge wurden überprüft, das Budget für das Blockadetraining haben wir gestrichen“, entgegnete Stadtjugendpfleger Ekkehard Jung. Die Vorlage zur Abstimmung enthalte weiterhin geplante Workshops und Vorträge, aber nicht diesen.

6570 Euro für Workshops und Vorträge

Teile des Budgets für die Projekte des politisch arbeitenden Jugendzentrums kommen aus dem städtischen Topf für die freien Träger in der Jugendarbeit. Die Vergabe von insgesamt 12700 Euro für das Jahr 2019 sollte in der Sitzung im Neuen Rathaus erfolgen. Dazu kam es nicht, da Steneberg Beratungs- und Informationsbedarf anmeldete. Die Entscheidung wurde auf den 2. Juli vertagt, bis dahin kann die CDU den Kontakt zum Juzi suchen und erneut die Akten einsehen.

Davon ist nicht nur diese Einrichtung betroffen: Das Juzi hatte 11570 Euro beantragt, der Vorschlag der Stadtverwaltung belief sich auf 6570 Euro. Die restlichen 6130 Euro sollten dem Verein Kore, der sich für politische Mädchenarbeit und Frauenbildung einsetzt und dem Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) zufließen. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, den freien Trägern Geld für dieses Jahr zu bewilligen – es ist schon Juni“, sagte Uwe Friebe (SPD) und auch andere Mitglieder des Ausschusses reagierten ungehalten.

„Gewisse Regelmäßigkeit“ seitens der CDU

Der Punkt kommt immer wieder seitens der CDU“, äußerte sich Rolf Ralle (Linke). Das kann auch Klaus-Dieter Schmidt, Leiter des Jugendamts, bestätigen. „Wir haben dieses Procedere jedes Jahr, es sind auch immer die gleichen drei Träger und die CDU kritisiert die Förderung des Juzi mit einer gewissen Regelmäßigkeit“, sagt er. Die Zusammenarbeit mit dem Juzi sei vor circa 15 Jahren angespannt gewesen, mittlerweile sei sie angenehm.

Das Juzi wollte sich bis Redaktionsschluss nicht zur Thematik äußern. „Alle Entscheidungen werden kollektiv mit den Jugendlichen besprochen und getroffen. Es ist uns sehr wichtig, dass alle Menschen im Juzi eingebunden werden können“, begründete das Juzi die Entscheidung per Mail. Eine schnelle Antwort sei daher nicht möglich gewesen.

Von Lea Lang

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