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Göttingen Jugendliche mit Wodka
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20:45 21.11.2010
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Sie hätten außerhalb des Festzelts Sachbeschädigungen und Prügeleien verursacht sowie Anwohner und Festbesucher belästigt. Viele der Jugendlichen seien nicht aus Bovenden gekommen, wusste Thorsten Heinze (SPD). Er beschrieb: „Es hat sehr viel außerhalb des Festplatzes stattgefunden.“ Mit Wodkaflaschen seien die Jugendlichen spazieren gegangen.

Heinze forderte mehr Präsenz der Polizei und schlug darüber hinaus vor, den Festplatz stärker einzuzäunen. Als positiv hob er hervor, dass es keine Schlägereien gegeben habe. „Das war früher schlimmer“, so Heinze. Der Sicherheitsdienst müsse nicht nur im Zelt, sondern auch auf dem Festplatz präsent sein, schlug Reinhard Schmidt (FDP) vor. „Man bekommt Ruhe hin, wenn Autoritäten vor Ort sind.“

Marieluise Hilger (CDU) appellierte an die Erwachsenen, die Jugendlichen anzusprechen. „Ich würde meine Schüler erkennen“, sagte die Lehrerin und empfahl, auch die Eltern anzurufen. Die Jugendlichen müssten wissen: „Es lohnt sich nicht, nach Bovenden zu fahren, um sich volllaufen zu lassen.“ Dass der Festausschuss die Vorfälle sehr ernst nimmt, berichtete der Vorsitzende Timo Albrecht. Sofort nach dem Fest habe man sich getroffen, um über die Vorfälle zu diskutieren. Um eine Wiederholung zu verhindern, will er nun eine Projektwoche zum Thema in der Schule am Osterberg anregen.

In Groß Schneen seien vor einem Jahr ähnliche Vorfälle beklagt worden, berichtete Thomas Brandes von der Gemeinde. Dort hätten Präventionsmaßnahmen gefruchtet. Prävention hieß denn auch der Tenor im Ortsrat. Im Januar soll gemeinsam mit der aufsuchenden Jugendarbeit des Landkreises, dem Kinder- und Jugendbüro des Flecken Bovenden und der Polizei ein entsprechendes Konzept erarbeitet werden. „So etwas wie in diesem Jahr darf nicht noch einmal passieren“, war man sich im Ortsrat Bovenden einig.

Von Ute Lawrenz