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Göttingen Junge Liberale: Für jedes Baby einen Baum
Die Region Göttingen Junge Liberale: Für jedes Baby einen Baum
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09:00 19.11.2019
Baumpflanzaktion der Gemeinde Bilshausen. Quelle: Jonas Kunze
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Göttingen/Bovenden

Die Jungen Liberalen (JuLis) Göttingen wollen den Eltern jedes Neugeborenen einen Baum schenken. Dazu erklärt Julius Graack (FDP), Kreisvorsitzender der JuLis: „Mit den Neugeborenenbäumen wollen wir den Kindern einen persönlichen Begleiter mit auf ihren Lebensweg geben und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“

Antrag für Göttingen und Bovenden

Mittlerweile sei die Idee schon in vielen Städten und Gemeinden aufgegriffen worden. Mitglieder der Göttinger JuLis hätten entsprechende Anträge in den Rat der Stadt Göttingen und den Gemeinderat Bovenden eingebracht. Graack weiter: „Auf diese Initiative hin haben sich einige Parteifreunde bei uns gemeldet, die die Neugeborenenbäume gerne vor Ort realisieren wollen.“

So reiche die Initiative inzwischen über Hameln und Wolfenbüttel, wo die JuLis nun ebenfalls Neugeborenenbäume fordern, bis nach Grevenbroich und Nordhausen, wo auch schon ein Antrag für den dortigen Stadtrat eingebracht wurde. „Dieser Erfolg zeigt, dass auch politische Jugendorganisationen direkt Einfluss auf die Kommunalpolitik in ihrer Gemeinde nehmen können. Auf dem Beispiel der Neugeborenenbäume wollen wir aufbauen“, so Graack.

Baum-Pflanz-Aktion. Quelle: Jennifer Krebs

Vorschlag in Radolfshausen bereits in den Ausschüssen

Einen Schritt weiter ist solch ein Projekt bereits in der Samtgemeinde Radolfshausen. Auch dort wurde ein Antrag von den Liberalen initiiert, der die Pflanzung von Neugeborenenbäumen auf den Weg bringen sollte. „Der Vorschlag geht jetzt in die Ausschüsse“, sagt Bürgermeister Arne Behre (SPD). Es gebe nun Überlegungen, wo genau die Bäume gepflanzt werden sollen.

Auch in Bovenden wurde im Oktober ein Antrag der Gruppe Freie Wähler und FDP mit dem Namen „Ein Baum für jeden Neugeborenen in Bovenden“ im Bau- und Umweltausschuss gestellt. Der Antrag ist nach Angaben von Jan Risting, Gemeinderat Bovenden, genauso konzipiert wie der Antrag in Radolfshausen. „Der Antrag wurde grundsätzlich als positiv befunden“, sagt Bürgermeister Thomas Brandes (SPD).

Ganz unproblematisch sind die Anträge jedoch nicht. In Bovenden zum Beispiel gibt es jährlich 118 Geburten. Sollte für jeden Neugeborenen ein Baum gepflanzt werden, wären große Flächen notwendig, auch weil viele der Bäume auf öffentlichen Raum gepflanzt werden müssten. Falls nicht genügend Flächen verfügbar wären, würde Risting eine kleinere Lösung vorschlagen. Alternativ käme die Pflanzung eines Baumes einmal jährlich für alle Kinder in Frage. Dazu würde eine Tafel aufgestellt werden.

Positive Rückmeldung auf die Konzepte

In Bovenden bekam Risting bislang ein durchweg positives Feedback auf seinen Vorschlag. „Ich habe mit manchen gesprochen, die das für eine gute Idee halten“, sagt Risting. Welche der beiden Varianten in Bovenden letztendlich umgesetzt wird, ist noch unklar. Zur nächsten Beratung im Bau- und Umweltausschuss soll die Verwaltung herausfinden, ob eine große Variante machbar ist oder nur die Kleine umgesetzt werden kann. Die Angelegenheit soll Anfang 2020 wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderates kommen. Mit einer Bepflanzung sollte frühestens im Herbst begonnen werden.

Ein weiteres Konzept haben die JuLis in Planung. Möglicherweise könnte auch für jeden erfolgreichen Abschluss eines Studenten ein Baum gepflanzt werden, teilt Risting mit. Allerdings müsse dieser Plan zunächst noch konkretisiert werden.

Von Pascal Wienecke

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