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Göttingen Justizministerium: Anstaltsleiter lädt Vater des 17-jährigen Untersuchungshäftlings ein
Die Region Göttingen Justizministerium: Anstaltsleiter lädt Vater des 17-jährigen Untersuchungshäftlings ein
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21:18 09.08.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover/Braunschweig/Göttingen.

Der Jugendliche soll von sechs Mithäftlingen über zwei Monate gequält, misshandelt und gedemütigt worden sein. Der Vater des Betroffenen erklärte, der Justizvollzug habe Warnsignale seines Sohnes überhört. Wie der Sprecher des Ministeriums jetzt erklärte, sind fünf der sechs Beschuldigten in andere Haftanstalten verlegt worden, mit dem sechsten geschehe dies am kommenden Montag.

Unterdessen hat die stellvertretende Vorsitzende de CDU-Landtagsfraktion, Mechthild Ross-Luttmann, Justizministerin Anke Niewisch-Lennartz  (Grüne) aufgefordert, denn Fall des Göttinger Jugendlichen vollständig aufzuklären. „Sollte es zutreffen, dass der 17-jährige Untersuchungshäftling über Monate in der JVA von Mithäftlingen drangsaliert und missbraucht wurde, während das Aufsicht führende Personal wegschaute, wäre das ein handfester Skandal“, sagte Ross-Luttmann.

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Die bekannt gewordenen Umstände ließen daran zweifeln, dass die Ministerin bereits umfassen informiert habe. „Ich erwarte, dass die Ministerin hier Verantwortung übernimmt und den Fall nicht allein auf die Expertenkommission abwälzt.“ Die CDU-Fraktion hatte überdies zum Fall des misshandelten Göttingers sowie zu einem tätlichen Angriff auf einen 76-jährigen Häftling in der JVA Wolfenbüttel formal Unterrichtung beantragt. 

kw/ck

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