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Göttingen KWS-Gruppe: Umsatz legt um 35 Prozent zu
Die Region Göttingen KWS-Gruppe: Umsatz legt um 35 Prozent zu
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13:30 26.11.2019
Hybridroggen-Saatgut von KWS. Quelle: KWS
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Einbeck

Der Umsatz der Einbecker KWS-Gruppe legte im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs 2019/2020 um 35 Prozent zu. Zu diesem Umsatzsprung hat der Zukauf des Gemüsegeschäfts deutlich beigetragen.

Der Einbecker Saatgutspezialist machte in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahrs (1. Juli bis 30. September) 191 Mio. Euro Umsatz. Davon entfielen 27 Mio. Euro auf das neue Geschäft mit Gemüsesaatgut. Zum 1. Juli hat die KWS das Unternehmen Pop Vriend Seeds erworben. Ohne die Firmenübernahme wäre der Umsatz um 16 Prozent gestiegen. „Wir sind mit hoher Dynamik gestartet“, kommentiert KWS-Finanzvorstand, Eva Kienle, die Zahlen. KWS erwarte für das Geschäftsjahr weiterhin einen Umsatzanstieg von 8 bis 12 Prozent bei einer EBIT-Marge zwischen 11 und 13 Prozent.

Betriebsergebnis im ersten Quartal negativ

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel im ersten Quartal turnusgemäß – aufgrund der starken saisonalen Prägung des Geschäfts – negativ aus. Mit einem Defizit von 39,2 Mio. Euro war es allerdings größer als im Vorjahr (-34,3 Mio. Euro). Dabei standen einem höheren Bruttoergebnis gestiegene Kosten für Forschung & Entwicklung sowie für Vertrieb und Verwaltung gegenüber. Im Vorjahr hatten zudem Erträge aus dem Mahnwesen das EBIT positiv beeinflusst.

Das Segment Mais verzeichnete im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzanstieg von 28 Prozent auf 44,4 (34,8) Mio. Euro. Dazu trug im Wesentlichen das wachsende Geschäft in den südamerikanischen Hauptmärkten Brasilien und Argentinien bei. In den Regionen Europa und Nordamerika wird im ersten Quartal kaum Maissaatgut verkauft. Das Segmentergebnis belief sich auf -37,5 (-41,2) Mio. Euro.

Zückerrüben auf Vorjahresniveau

Der Umsatz des Segments Zuckerrüben lag im ersten Quartal mit 10,6 (13,3) Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die Erlöse stammen vor allem aus dem Verkauf von Zuckerrübensaatgut im Süden der USA, Chile und Nordafrika. In den anderen Regionen gibt es zu diesem Zeitpunkt kaum Umsätze. Das Segmentergebnis erreichte im ersten Quartal -28,5 (-13,4) Mio. Euro. Der Rückgang des Segmentergebnisses hat zum Teil mit den Erträge aus dem Mahnwesen im Vorjahr zu tun.

Im Segment Getreide stieg der Umsatz im ersten Quartal um 18 Prozent auf 112 (95,3) Mio. Euro. Das liegt insbesondere am erfolgreichen Geschäft mit Hybridroggensaatgut (+35 %), das von guten Rahmenbedingungen profitierte. Während trockene Aussaatbedingungen das europäische Winterrapsgeschäft erschwerten, sind Roggensorten auch unter trockenen Bedingungen im Vergleich zu anderen Getreidekulturarten relativ ertragssicher. Das Segmentergebnis stieg insbesondere aufgrund höherer Deckungsbeiträge aus dem Hybridroggengeschäft auf 36,6 (32,9) Mio. Euro.

Gute Nachfrage nach Spinatsaatgut

Das Segment Gemüse trug mit einem Umsatzvolumen von 27 Mio. Euro erheblich zum Umsatzanstieg der KWS Gruppe im ersten Quartal bei. Das Geschäftsfeld wächst dynamisch. Die Nachfrage nach Spinatsaatgut ist anhaltend gut. Das Segmentergebnis erreichte 6 Mio. Euro beziehungswiese 12 Mio. Euro ohne Berücksichtigung von Effekten, die durch den Firmenkauf bedingt sind.

Die Umsatzerlöse im Segment Corporate beliefen sich auf 1,6 (1,2) Mio. Euro. Da in diesem Segment sämtliche übergreifende Kosten für die zentralen Funktionen der KWS-Gruppe sowie grundlegende Forschungsaufwendungen enthalten sind, fällt das Segmentergebnis regelmäßig negativ aus. Die Kosten stiegen in den ersten drei Monaten insbesondere durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung sowie durch einen höheren Personalaufwand im Rahmen des Reorganisationsprojekts Globe an. Das Segmentergebnis belief sich auf -30,9 (-28,1) Mio. Euro.

Am Anfang stand die Zuckerrübe

Das Einbecker Saatzuchtunternehmen, KWS Saat SE & Co. KgaA, ist 1856 von Matthias Christian Rabbethge in der Ortschaft Klein Wanzleben bei Magdeburg gegründet worden. Zunächst war der Betrieb auf Zuckerrübensaatgut spezialisiert. 1885 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

Die KWS expandierte im Jahr 1900 erstmals ins Ausland. In der Ukraine entstand eine Außenstelle. 1920 erweiterte das Unternehmen seine Züchtung um Getreide, Futterrüben- und Kartoffeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem Neubeginn in Einbeck. In der 1950er Jahren erweiterte das Unternehmen sein Züchtungsprogramm um Mais sowie Futter-, Öl- und Eiweißpflanzen.

Von 1961 an entstanden Tochtergesellschaften in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Nordafrika. Heute gehört das Unternehmen zu den weltweit größten Herstellern von Saatgut für landwirtschaftliche Nutzpflanzen. Die KWS machte im Geschäftsjahr 2018/19 mit gut 5500 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro Umsatz.

Von Michael Caspar

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