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Göttingen „Kärmessen-Gefähle“ in Gernrode
Die Region Göttingen „Kärmessen-Gefähle“ in Gernrode
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23:01 27.08.2015
Von Matthias Heinzel
Beim Mundart-Theater nehmen die Aktiven die Wessi-Besucher aufs Korn.
Beim Mundart-Theater nehmen die Aktiven die Wessi-Besucher aufs Korn. Quelle: Müller
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Gernrode

Kein 70. CDU-Geburtstag, keine Partei-Jubiläumsveranstaltung, keine Tagung. Der langjährige Europaabgeordnete setze, zumal als gebürtiger Gernröder,  Prioritäten. Seit mehr als vier Jahren planen er und ein ganzes Helfer-Team unter Bürgermeister Gerhard Hellrung das Jubiläumswochenende der urkundlichen Ersterwähnung vor 650 Jahren.

 
Kaffee und Erdbeer-Sahnetorte für jeden Geburtstagsgast gab es dazu am Donnerstagnachmittag. Margret (Gremler) und Maria (Hartmann) unterhielten sich und die Gäste.  „Aber jetzt, zu unsen Jubiläum, da labe ich so richtig werre uff“, so Margret, graue Haare, Lockenwickler, Schürze. „Das hebsche Kärmessen-Gefähle as werre do.“ Das Mundart-Stück nahm dabei insbesondere Wessi-Besucher aufs Korn. Auch die Anwesenden? Fast ein Dutzend „Eichsfelder in der Fremde“ kamen von Ruhr und Rhein, um mit den Gernrödern das Jubiläum mitzufeiern. Genau 70 Jahre sei es her, dass Elisabeth Kobek aus Breitenworbis an den Rhein zog. „Hier, in diesem Saal habe ich tanzen gelernt“, so die 86-Jährige: „Und auch wenn Ratingen mein Zuhause ist, das Eichsfeld wird immer meine Heimat bleiben.“ Die Tanzakrobatik des Gernröder Karnevalvereins an diesem Nachmittag erinnere sie zwar ans Rheinland. Doch Musik, auch durch den Jubiläumschor „Concordia“ und Mundart bleibe immer das Besondere am Eichsfeld. gm

 

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