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Göttingen Kaninchen in Hardegser Wildpark mit Steinen beworfen
Die Region Göttingen Kaninchen in Hardegser Wildpark mit Steinen beworfen
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19:30 22.07.2014
Verletzte Leonie: Wolfgang Schlemme hat das Gehege gesperrt. Quelle: Vetter
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Hardegsen

Wildparkhüter Wolfgang Schlemme hat Anzeige erstattet.

Zudem haben Unbekannte in der Nacht von Freitag auf Sonnabend die Spendenkästen des Wildparks aufgebrochen. Das Geld, das eigentlich den Tieren zugute kommen sollte, ist weg.

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Bemerkt wurde der Tierfrevel, als Schlemmes Kollege die Kaninchen am Freitagabend in den Stall bringen wollte. Dabei fiel ihm auf, dass sechs der acht Tiere bereits völlig verängstigt im Stall saßen. Der Schieber, mit dem der Stall verschlossen wird, war geschlossen.

Die fehlenden zwei Kaninchen saßen schwer verletzt und völlig apathisch im Gehege. Eines mit Namen Leonie hatte heftige Schwellungen an der Brust. Das zweite lahmte an den Hinterläufen. Seine Wirbelsäule war gebrochen. Schlemme musste es töten, um es von seinen Leiden zu erlösen. Leonie konnte Schlemme aufpäppeln. Doch die Schwellungen, die sie erlitten hatte, waren auch am Dienstag noch deutlich zu sehen.

Eingangstore und die Einführung eines Eintrittspreises

Wegen des Vorfalls hat sich Schlemme dazu entschlossen, das Kaninchen-Gehege für Besucher bis auf Weiteres zu sperren. Den Überstieg zum Gehege baut er ab. Die Tiere sollen ihre Ruhe haben. Außerdem sei es nun an der Zeit, ernsthaft über Eingangstore und die Einführung eines Eintrittspreises nachzudenken. Damit werde auch die Stadtkasse entlastet.

Bislang ist der Tierpark frei zugänglich. Auch nachts kann er nicht abgeschlossen werden. Vandalismus sei dort an der Tagesordnung, sagt Schlemme. Vor vier Wochen wurde in die Frettchen-Volière eingebrochen. Zwei Frettchen wurden gestohlen, ein drittes tot gefunden. Vermutlich hatte es Schutz in einem Steinhaufen gesucht und sich den Kopf eingeklemmt.

Polizeihauptkommissar Uwe Falkenhain aus Northeim hofft nun auf Hinweise zur Ermittlung der Täter. Zudem appelliert er an Besucher des Parks, die Augen offenzuhalten und Verdächtiges der Polizei zu melden. Zeugen, die am Freitagnachmittag, 18. Juli, zwischen 15 und 18 Uhr etwas gesehen haben, melden sich unter Telefon 0 55 05 /  23 23 bei der Polizei.

Von Ute Lawrenz

Dieser Artikel wurde aktualisiert