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Göttingen „Katastrophale Zustände“ an der Stadthalle
Die Region Göttingen „Katastrophale Zustände“ an der Stadthalle
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00:18 01.01.2018
Zur Mangelware werden freie Plätze rund um den Albaniplatz, wenn in Stadthalle und Deutschem Theater gleichzeitig Veranstaltungen über die Bühne gehen. Anwohner sprechen von „teils katastrophalen Zuständen“. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

„Kreuz und quer, oft in zwei Reihen parken die Autos“, beschreibt ein Anwohner – er will nicht genannt werden – gegenüber dem Tageblatt. „Katastrophal“ sei die Situation an um die Stadthalle, am Albaniplatz und die Straße Albanikirchhof hinunter zur Oberen Karspüle. Vor allem ab dem frühen Abend und bei gleichzeitigen Veranstaltungen in Stadthalle und Deutschem Theater. Auch nahe oder sogar auf dem Zebrastreifen zum Cheltenhampark würde geparkt, schildert der Anwohner weiter. Das behindere nicht nur Fußgänger „massivst“, sondern sei „saugefährlich“, weil die Situation für Fußgänger unübersichtlich werde.

„Selbstverständlich“ habe er die Polizei kontaktiert. Die habe nur „abgewiegelt“ und darauf hingewiesen, dass die Kontrolle des ruhenden Verkehrs in der Verantwortung der Stadt Göttingen liege. Diese wiederum habe habe ihm lediglich gesagt, dass der Stadtordnungsdienst am Abend nicht mehr im Einsatz sei.

„Deswegen gibt es immer wieder einmal berechtigte Beschwerden“

Die Göttinger Stadtverwaltung bestätigt die Beobachtungen des Anwohners: „Dass im Umfeld der Stadthalle wild geparkt wird, vor allem wenn dort größere Veranstaltungen stattfinden, wissen wir. Deswegen gibt es immer wieder einmal berechtigte Beschwerden“, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Dass dadurch aber akute Gefährdungen für den Fußgängerverkehr entstehen sollen, sei der Ordnungsverwaltung nicht bekannt.

Auf dem Bordstein: Parkplatzsituation vor der Stadthalle während der Veranstaltung "Moscow-Circus" Quelle: Soeren Kracht

Nach Johannsons Angaben ist der Stadtordnungsdienst, zu dessen Aufgaben auch die Überwachung des ruhenden Verkehrs zähle, „so oft es geht“, vor Ort. Der Dienst der Kollegen könne allerdings nicht bis in die späten Abendstunden reichen. Ihre Kontrollgänge beginnen montags bis sonnabends um 8 Uhr und gehen dann bis 19.30 Uhr beziehungsweise bis 16 Uhr am Sonnabend. „Deshalb kann man sich an die Polizei wenden, wenn der Stadtordnungsdienst nicht erreichbar ist“, empfiehlt der Johannson.

Probleme auch an der Lokhalle und S-Arena

Polizeisprecher Christian Janzen pflichtet Johannson bei. Bürger könnten sich in diesen Fällen „immer“ an die Polizei wenden. Die würde sich auch um die Fälle kümmern. Es sei denn, räumt Janzen ein, das aktuelle Tagesgeschehen lasse das nicht zu.

Das Gebiet um die Stadthalle ist nicht das einzige Gebiet, wo es Probleme mit wildem Parken gibt. „Auch im Umfeld der Lokhalle und der S-Arena erleben wir solche Situationen, dort allerdings mit weniger Auswirkungen auf eine bewohnte Nachbarschaft“, erläutert Johannson und fährt fort: „In diesem Zusammenhang darf man aber wohl auch eine Gegenfrage stellen: Muss die Stadt erst massenhaft Knöllchen verteilen, bevor bei manchen Autofahrern die Einsicht wächst, sich an ein paar Regeln des Parkens zu halten? Oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen?“

Keine Probleme bei Feuer- und Rettungsdiensteinsätzen

Erfreulicherweise, so Johannson, scheint das Thema auf einige, wenige „Brennpunkte“ begrenzt zu sein. „Aus der Leitstelle der Berufsfeuerwehr höre ich: Von gravierenden Problemen bei Feuerwehr- oder Rettungsdiensteinsätzen durch wild oder falsch geparkte Autos ist dort nichts bekannt.“

Für falsches Parken kann es Bußgelder hageln: So sind für das Parken auf dem Zebrastreifen 10 Euro fällig, bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer bereits 25 Euro. Je nach Dauer kann sich das Bußgeld auf bis zu 35 Euro erhöhen.

Falschparken auf dem Gehweg kostet 20 Euro, bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer 30 Euro. Dauert das Parken länger als eine Stunde erhöht sich das Bußgeld auf 30 Euro beziehungsweise 35 Euro.

Von Michael Brakemeier

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