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Göttingen „Vergewaltigungsvorwurf ausgeräumt“: Gericht stellt Verfahren gegen Geldauflage vorläufig ein
Die Region Göttingen „Vergewaltigungsvorwurf ausgeräumt“: Gericht stellt Verfahren gegen Geldauflage vorläufig ein
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21:24 26.03.2019
Die Staatsanwaltschaft hatte dem 35-Jährigen vorgeworfen, seine 29-jährige Frau im November 2016 wenige Wochen nach ihrer nach islamischem Recht vollzogenen Eheschließung in ihrer Göttinger Wohnung geschlagen, mit dem Tode bedroht und vergewaltigt zu haben. Quelle: Hinzmann
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Die Auflage sieht vor, dass der Angeklagte bis zum 4. April 1500 Euro an die Landeskasse zu zahlen hat. Bei rechtzeitiger Erfüllung der Geldauflage werde das Verfahren endgültig eingestellt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Anderenfalls werde das Verfahren im April fortgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 35-Jährigen vorgeworfen, seine 29-jährige Ex-Frau im November 2016 wenige Wochen nach ihrer nach islamischem Recht vollzogenen Eheschließung in ihrer Göttinger Wohnung geschlagen, mit dem Tode bedroht und vergewaltigt zu haben. Der Vergewaltigungsvorwurf sei inzwischen durch die Beweisaufnahme ausgeräumt worden, erklärte die Justizsprecherin. Der 35-Jährige hatte in dem Prozess die Vorwürfe bestritten. In der vergangenen Woche hatte die Kammer die 29-Jährige, die sich sechs Wochen nach der Eheschließung schon wieder hatte scheiden lassen, als Zeugin vernommen. Die Vernehmung hatte mehrere Stunden gedauert.

Von Heidi Niemann

26.03.2019