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Göttingen Hilfe in schwierigen Lebenslagen
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23:15 14.01.2018
Julia M. wird mit Mitteln der Aktion „Keiner soll einsam sein“ unterstützt. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Julia M. (Name geändert) hat drei Kinder, von denen zwei nicht bei ihr leben. Das jüngste Kind der 35-Jährigen ist sieben Monate alt. Damit sie im Umgang mit diesem besser zurechtkommt, hat sie mit Mitteln von „Keiner soll einsam sein“ eine Helferin der sozialpädagogischen Familienhilfe zur Seite gestellt bekommen. „Diese kommt in Absprache mit mir ein- bis zweimal die Woche. Unter anderem zeigt sie mir, wie ich das Baby richtig saubermache und wickele“, erklärt M. Außerdem habe sie einen Vaporisator, zum Sterilisieren der Milchflaschen, erhalten.

Ältestes Kind zur Adoption freigegeben

Ihr ältestes Kind, das mittlerweile im Teenageralter ist, hat M. vor mehreren Jahren zur Adoption freigegeben. „Meine damaligen Lebensumstände haben einfach nicht gepasst, um ein Kind zu erziehen“, sagt M. Daher habe sie mit ihrem Ex-Freund, zu dem sie heute noch einen guten Kontakt habe, entschieden, das Kind wegzugeben. Wenn M. über die damalige Zeit spricht, dann ist ihr anzumerken, dass es für sie nicht leicht ist, dass ihr Kind nicht bei ihr aufwächst. „Die Adoption ist mittlerweile eine halboffene, sodass ich zum Beispiel zum Geburtstag und zu Weihnachten Bilder von meinem Kind bekomme“, berichtet M. Zudem wisse der Teenager auch, wer seine leiblichen Eltern sind. „Mir ist dabei aber wichtig, dass ich mein Kind nicht unter Druck setze, sondern es, wenn es möchte, von allein den Kontakt zu mir sucht“, erklärt M.

Nach der Trennung Kind beim Vater

Ihr zweites Kind lebe seit der Trennung vor rund zwei Jahren beim Vater, sei aber derzeit in einer Pflegefamilie untergebracht. „Ich hätte sie gern bei mir, doch unsere Wohnung ist für mehrere Kinder einfach nicht geeignet“, sagt M. traurig.

Dank für Unterstützung

Die Mitarbeiterin der sozialpädagogische Familienhilfe bespreche mit ihr nicht nur aktuelle Angelegenheiten, sondern begleitet sie auch zu Kinderarztterminen, da sie selbst kein Auto besitzt. „Darüber bin ich sehr glücklich, denn sonst müsste mein Mann sich immer, wenn ich einen Arzttermin mit dem Baby habe, freinehmen. Wenn das Baby alt genug ist, um eine Krabbelgruppe zu besuchen, dann möchte M., die vor der Geburt arbeitslos war, sich einen Halbtagsjob suchen. „Ich wünsche mir, dass ich eine vernünftige Arbeit finde, und diese dann auch behalte“, sagt M. Weitere Wünsche seien, dass mit dem Baby alles gut geht und es auch dauerhaft bei ihr leben kann. Und, dass das zweite Kind, entweder zu seinem Vater zurückkönne oder wieder bei ihr wohnen kann. „Durch die sozialpädagogische Familienhilfe habe ich gelernt besser mit meinem Kind klar zu kommen und Hilfe anzunehmen“, ist M. dankbar für die von „Keiner soll einsam sein“ erhaltene Unterstützung.

Von Vera Wölk

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