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Göttingen Kilometerlange Staus auf der A7
Die Region Göttingen Kilometerlange Staus auf der A7
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23:20 20.07.2011
Von Jürgen Gückel
Schwerster von drei Lkw-Unfällen: Im Morgengrauen bricht ein Lastzug durch die Mittelleitplanke.
Schwerster von drei Lkw-Unfällen: Im Morgengrauen bricht ein Lastzug durch die Mittelleitplanke. Quelle: Rasche/Feuerwehr Münden
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Die B 3 zwischen Hann. Münden und Göttingen, die B 496 ab Staufenberg und die B 80 von Kassel bis Witzenhausen glichen zeitweise Großparkplätzen, auf denen es nicht mehr voran ging. Am Stauende und auf den Umleitungen gab es mehrere kleine Karambolagen.

Einen kurz vor Göttingen-Nord verunglückten Lastzug ließ die Polizei bis zum Nachmittag unangetastet auf dem Feld liegen, um nicht auch dort Behinderungen zu verursachen. Erst nach 15.30 Uhr wurde auch dort der Hauptfahrstreifen für die Bergung gesperrt und weiterer zähflüssiger Verkehr damit ausgelöst.

Alle Lkw-Unfälle ereigneten sich zwischen 3.10 und 4.50 Uhr. Zunächst war zwischen Dreieck Drammetal und Hedemünden ein Gliederzug aus Bad Kissingen verunglückt. Vermutlich wegen eines Fahrfehlers war der 42-jährige Fahrer nach rechts von der Autobahn abgekommen und mit seinem Brummi durch die Schutzplanke gebrochen. Der Fahrer blieb unverletzt, der Schaden wird auf mindestens 50 000 Euro geschätzt. Bis Mittag liefen die Bergungsarbeiten, für die der Hauptfahrstreifen in Richtung Süden gesperrt werden musste. Ab Dreieck Drammetal irrten Autofahrer teils über nicht offiziell ausgewiesene Ausweichstrecken.

Für noch mehr Stau sorgte ein Unfall gegen 4.50 Uhr zwischen Lutterberg und Werratalbrücke. Zeitweise musste die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt werden, weil Dieselöl in großen Mengen auf beide Richtungsfahrbahnen ausgelaufen war. Ein Kühlsattelzug aus Wolfenbüttel war so unglücklich durch die Mittelleitplanke gebrochen, dass er darin hängen blieb und sich dabei beide Tanks aufriss. Der linke Tank entleerte sich auf die Südfahrbahn, der rechte auf die Fahrspuren der Gegenrichtung. Der Fahrer war leicht verletzt worden. Feuerwehren aus Münden mussten die Ölflächen abstreuen. Auch hier rollte der Verkehr nach Säuberungs- und Bergungsarbeiten erst am Nachmittag wieder.

Schließlich sorgte ein weiterer Lkw-Unfall, der sich gegen 4 Uhr ereignet hatte, erst am Nachmittag für Behinderungen zwischen den Anschlussstellen Nörten-Hardenberg und Göttingen-Nord. Bis dahin hatte man den Laster eines 36-Jährigen aus Königswarta in Sachsen einfach auf dem Acker stehen und den Verkehr bei Göttingen-Nord weiter fließen lassen. Erst später wurde der durch die Leitplanke gebrochene Lkw geborgen. Hier hielten sich die Behinderungen in Grenzen, da nur eine Spur gesperrt wurde.
In Folge des Staus auf den Umleitungsstrecken kam es gegen 12 Uhr am Bahnübergang Bonaforth an der B 496 zur Kollision eines Zuges mit einem auf den Gleisen stehenden Sprinter. Die Lok krachte in das Heck des Wagens, dessen Fahrer wegen des Staus den Übergang nicht verlassen konnte. Verletzt wurde niemand, die Bahnstrecke war anderthalb Stunden blockiert.