Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Kinder singen für Kinder und Brunnen und Nicaragua
Die Region Göttingen Kinder singen für Kinder und Brunnen und Nicaragua
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:36 18.11.2010
Von Ulrich Schubert
Zählen Geld vom Martinssingen in der Sparkasse: Jacob Pohl und Thore Froböse (v.l.) mit anderen IGS-Kindern.
Zählen Geld vom Martinssingen in der Sparkasse: Jacob Pohl und Thore Froböse (v.l.) mit anderen IGS-Kindern. Quelle: Hinzmann
Anzeige

Ihr Erlös in diesem Jahr: 6573,48 Euro. Die Spende gehe direkt auf das Konto der Projektpartnerschule in La Paz Centro, versichert die Vorsitzende des Göttinger Nicaragua-Vereins, Anna Leineweber. Ein Verein, der mit seinen Partnern jetzt neben schulischer Hilfe ein weiteres Projekt unterstützt: Ein Brunnen mit gesundem Wasser für etwa 1000 Menschen in der abgelegenen Gemeinde Papalone am Vulkan Momotombo.

Seit Jahren unterstützen die IGS-Kinder die Nicaragua-Schulpartnerschaft in La Paz Centro. Nur mit finanzieller Hilfe von außen können die Kinder dort aus abgelegenen Bereichen zur Schule fahren, Bücher kaufen und bekommen medizinische Hilfe. Die Initiative fördert eine Bibliothek, Aids-prävention und Sozialarbeit.

Der Not folgend unterstützt der Verein außer der Reihe jetzt ein Trinkwasserprojekt. In der Landgemeinde Papalona gebe es nur einige Flachbrunnen, berichtet Leineweber. Das Wasser sei durch Pestizide und Latrinen verunreinigt. Folge: Viele Kinder seien krank, viele Menschen würden nach Nierenversagen sterben. Es gebe zwar tiefe Brunnen, die aber würden von Großgrundbesitzern nicht freigegeben. Zugang gebe es nur zum Brunnen einer niederländischen Hilfsorganisation. Über das Hilfsprojekt der Göttinger werde seit September für diesen Brunnen eine Pumpe mit Chloranlage und Leitungen zu den Häusern finanziert. Gut 13 000 Dollar seien erforderlich – die zu einem kleinen Teil aus der IGS-Aktion gedeckt würden. Die Rohre würden die Bewohner selbst „einbuddeln“, so Leineweber: „Der Wunsch, endliche sauberes Wasser zu haben, ist so groß, dass selbst alte Frauen Hand angelegt haben.“

Leineweber hält heute um 19 Uhr im Holbornschen Haus in der Roten Straße 34 einen Vortrag über „Möglichkeiten und Hindernisse der Solidaritätsarbeit“ in Nicaragua.