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Göttingen Ablenkung vom Klinikalltag
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20:14 19.09.2016
Die Dresdner A-cappella-Band „medIz“ in der Universitätsmedizin Göttingen
Die Dresdner A-cappella-Band „medIz“ in der Universitätsmedizin Göttingen
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Göttingen

Der Verein Kinderklinikkonzerte und die Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin organisierten den Besuch der Musikgruppe „mediz“. Eine der sechs Stationen war die Tagesklinik des Göttinger Krankenhauses. Dort präsentierten sie den jungen Patienten vier Lieder. Begeistert klatschten die Kinder und Jugendlichen mit zu A-cappella-Versionen von bekannten Pop-Songs wie „Rolling in the Deep“ und „The Lion sleeps Tonight“.

 „Das Konzert war super“, sagte Stefan Weller, Pressesprecher der Universitätsmedizin, und fügte hinzu: „Es ist eine großartige Sache, um den Kindern eine Abwechslung zu bieten.“ Dass bei den Kindern der Funke übergesprungen sei, sei deutlich zu merken gewesen, so Weller. Nach ihrem Auftritt in der Tagesklinik besuchte die Band auch Patienten auf der Kinderkrebsstation. Erstmals richtete der Dresdner Verein ein Konzert in der Kinderklinik in den alten Bundesländern aus.

Der Auftritt in Göttingen war die zehnte der von ihm ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen. Bands wie Silbermond, Revolverheld und Jupiter Jones spielten schon bei Kinderklinikkonzerten. Anne Kautz, Erzieherin in der Kinderklinik und eine der Organisatorinnen, lobte das Engagement der vier Sängerinnen: „Wir haben uns die ‚medlz‘ ausgesucht, weil sie auf die Stationen gehen und die Kinder nicht nur mit Musik unterhalten.“ Sie würden auch mit Handpuppen spielen und den Kindern kleine Geschenke bringen.

Die Geschenke sind Spenden im Wert von 14?000 Euro, die unter anderem aus Büchern, CDs, DVDs, Malsachen und Spielen bestehen. Sie sollen eine Erinnerung an einen schönen Tag sein, erklärte Nicole John, Vorstandsvorsitzende und Initiatorin vom Verein Kinderklinikkonzerte. Für Kinder, die nicht aufstehen können, sei der Besuch der Gruppe eine tolle Sache. Seit mehreren Jahren arbeitet Kinderklinikkonzerte mit der Band zusammen. John zufolge sind die vier Frauen mittlerweile nicht nur zu Vereinspatinnen, sondern auch zu Freundinnen des Vereins geworden. „Sie machen seit mehr als 15 Jahren Musik“, sagte John und ergänzte: „Es ist faszinierend, wie sie alle Instrumente mit dem Mund nachmachen können.“ aa