Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Kleine Forscher auf dem Sartorius-Campus
Die Region Göttingen Kleine Forscher auf dem Sartorius-Campus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 27.06.2019
Jennifer Heinsohn leitet die AWO-Einrichtung, in der bereits seit Dezember Kinder betreut werden. Quelle: Bühl
Göttingen

Aktuell wächst das Sartorius-Firmengelände an der Otto-Brenner-Straße in alle Richtungen. Der Bau eines Produktionsgebäudes ist gerade abgeschlossen, während sich über der nächsten Baugrube bereits die Kräne drehen. Nach dem Umzug der Kollegen aus dem alten Standort arbeiten hier 2800 Menschen, bis 2025 sollen es 3500 sein. Da passt es ins Konzept, dass das Unternehmen auch in einem anderen Bereich expandiert: Im Dezember wurden die ersten 20 Kita-Plätze geschaffen. Zum neuen Kindergartenjahr werden 30 weitere Kinder in Kindertagesstätte „Kleine Forscherinnen und Forscher“ einziehen.

Einblicke in die neue Sartorius-Kita

„Seit acht Jahren entwickeln wir das Gelände. Das Thema Kita hatten wir von Anfang an auf dem Zettel“, erinnerte sich der Sartorius-Vorstandsvorsitzende Joachim Kreuzburg bei der Eröffnungsfeier am Donnerstag. Dass der Plan schließlich an dieser Stelle inmitten des Firmengeländes realisiert werden konnte, habe auch mit der guten Zusammenarbeit mit der Stadt zu tun, die den Bau des 1200 Quadratmeter großen Gebäudes erst ermöglicht habe, so Kreuzburg. „Wo wir hier stehen, war früher der Elliehäuser Weg.“

Flexibilität gefordert

„Die öffentliche Hand und die Wirtschaft können durchaus produktiv zusammenarbeiten, auch wenn sie nicht immer die gleichen Ziele verfolgen“, gab Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zurück. Für ihn sei die jetzt offiziell eröffnete Kita zukunftweisend. Die Systeme müssten künftig stärker den Bedürfnissen und Erfordernissen angepasst werden. Tatsächlich bietet das Team um Leiterin Jennifer Heinsohn Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr an. Für Kreuzburg müsse man dabei immer „eine gute Balance zwischen Flexibilität und dem Kindeswohl“ finden.

Die Trägerschaft der betriebsnahen Kita hat die AWO Göttingen übernommen. „Ein idealer Partner mit viel Erfahrung“, lobte der Sartoriuschef den neuen Partner. Dessen Konzept legt einen Schwerpunkt auf die Förderung der Experimentierfreude und Kreativität. Forschen und Dokumentieren soll Teil des Kita-Alltags sein. Die Erzieherinnen erhalten zudem regelmäßige Weiterbildungen zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie zu nachhaltiger Entwicklung.

In Zeiten langer Wartelisten

„Es geht nicht nur um Wissenschaft. Es geht auch darum, sozial zu lernen“, ergänzte Dagmar Freudenberg, Vorsitzende des AWO-Kreisverbands, zur Eröffnung. Zwei Aspekte der neuen Kita würden ihr besondere Freude bereiten. Zum einen werde hier die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gezielt gefördert, zum anderen stehe das Angebot auch Kindern offen, deren Eltern nicht bei Sartorius arbeiten. Etwa ein Drittel der Plätze ist für die Nachbarschaft vorgesehen.

In Zeiten langer Wartelisten fließen somit zumindest einige neue Plätze ins System der Göttinger Kinderbetreuung. Sehr zur Freude von Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr: „Ich bin froh, dass Sartorius immer mehr in Richtung Grone wächst.“ In ihrem Ortsteil würden aktuell 350 Kinder auf einen Betreuungsplatz warten. „Was gibt es Schlimmeres als Kinder, die auf Bildung warten müssen.“

Auf Erweiterung ausgelegt

Sollte der Bedarf weiter steigen, ist die 3,5 Millionen Euro teure Einrichtung auf dem Sartorius Campus auf Wachstum ausgelegt. Im obersten Stockwerk, wo unter anderem Experimentierraum und Sporthalle untergebracht sind, führt bereits eine Treppe in die Höhe und dort noch ins Leere. Hier könnten bei Bedarf schnell weitere Gruppenräume entstehen. Ab August wird die Sartorius-Kita aber zunächst mit zwei Krippen- und einer altersübergreifenden Gruppe den betrieb aufnehmen – mit 50 „kleinen Forscherinnen und Forschern“.

Von Markus Scharf

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Göttingen Zertifikat Audit „berufundfamilie“ - Stadtverwaltung Göttingen erneut ausgezeichnet

„Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie braucht es mehrere Faktoren, die im besten Fall zusammenkommen“, sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Bei der Stadtverwaltung Göttingen ist das gegeben. Sie ist erneut mit dem Zertifikat Audit „berufundfamilie“ ausgezeichnet worden.

30.06.2019

Das Phänomen der Gaffer hat zugenommen, sagt Rosdorfs Gemeindebrandmeister Martin Willing. Seine Feuerwehr setzt deshalb bei Einsätzen auf der Autobahn seit einem halben Jahr Sichtschutzwände ein.

27.06.2019

Der Siebenschläfertag ist der Tag der Bauernregeln: Zu keinem Datum gibt es mehr Weisheiten, die das Wetter voraussagen. Aber auf welche Weisheiten ist Verlass? Wir haben mit Landwirten aus der Region gesprochen.

30.06.2019