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Göttingen Unterlegener Kandidat will Ernennung von Sascha Spoun verhindern
Die Region Göttingen Unterlegener Kandidat will Ernennung von Sascha Spoun verhindern
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19:00 09.08.2019
Prof. Sascha Spoun soll ab Januar 2020 neuer Präsident der Universität Göttingen werden. Quelle: r
Göttingen

Die bereits von Kritik begleitete Wahl von Sascha Spoun zum neuen Präsidenten der Göttinger Georg-August-Universität wird jetzt erneut torpediert. Ein im Berwerbungsverfahren unterlegener Konkurrent hat beim Verwaltungsgericht Göttingen eine „einstweilige Anordnung“ beantragt. Der Kläger will damit die Ernennung Spouns zum Präsidenten der Universität verhindern. Spoun soll sein Amt ab 2020 antreten. Er war bei der Findung eines neuen Präsidenten ursprünglich nicht Bewerber, sondern Berater.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, unterstütze der Deutsche Hochschulverband die Klage. In einem Bericht der Zeitung heißt es: Der Geschäftsführer des DHV, Michael Hartmer, hatte Spoun vor kurzem als „Wissenschaftsmanager der modernen Schule, der mit Hochschullehrern nicht gerade zimperlich umspringt“, bezeichnet. Außerdem erfülle er nicht das Ausschreibungsmerkmal einer „Führungspersönlichkeit, die über internationale Reputation und profunde Lehrerfahrungen verfügt“.

Spoun wurde vom Berater zum Bewerber

Die Universität Göttingen beteuert demgegenüber, Spoun sei Wirtschaftswissenschaftler und trage einen Professorentitel der Universität Sankt Gallen, da er seit 2006 Gastprofessor für Universitätsmanagement an der Universität Sankt Gallen sei. Dass er nicht habilitiert worden sei, habe die Findungskommission nicht als Hinderungsgrund dafür gesehen, ihn dem Senat zu empfehlen. Entscheidend sei die Frage, wann Spoun vom Berater zum Bewerber wurde und wie genau er über seine Mitbewerber Bescheid wusste, schreibt die FAZ.

Kommission präsentierte Spoun

Bei dem von dem Kläger angestrengten Konkurrentenstreitverfahren kann ein nicht zum Zuge gekommener Bewerber seinen sogenannten Bewerbungsverfahrensanspruch verfolgen, der ihm ein Recht auf eine faires und insbesondere nicht einzelne andere Bewerber bevorteilendes Findungs- und Wahlverfahren gibt. Die Findungskommission hatte Spoun, der Präsident der Uni Lüneburg ist, als alleinigen Kandidaten präsentiert.

In einer Protestnote hatten 49 Professoren der Uni Göttingen Mitte Juli darauf hingewiesen, dass es personelle Alternativen zu Spoun gegeben habe.

Von Ulrich Meinhard

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