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Göttingen Klassischer Zirkus trifft modernes Varieté
Die Region Göttingen Klassischer Zirkus trifft modernes Varieté
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21:54 20.12.2012
Äußerst biegsam: Aniko Servözo hat ihre Darbietung auf dem Luftring speziell für das Weihnachtsspektakel konzipiert.
Äußerst biegsam: Aniko Servözo hat ihre Darbietung auf dem Luftring speziell für das Weihnachtsspektakel konzipiert. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Zehn Instrumente spielen beispielsweise. Bei den ersten Vorstellungen des Barum-Zirkusfestivals stellt Chabry ihre Virtuosität in beiden Disziplinen unter Beweis – Quick change und Musik.

„Manege frei, das Spiel beginnt“, so hatte Moderatorin (und Produzentin) Rebecca Simoneit-Barum gestern nach ihrem Begrüßungsduett mit Voice-of-Germany-Teilnehmer Jonas Hein die erste Vorstellung eingeleitet und im gleichen Atemzug modernen, jungen Zirkus angekündigt. Rund zweieinhalb Stunden später steht fest: Das Weihnachtsspektakel steht in der Tradition des klassischen Zirkus’, ist mit einem Hauch von Varieté ausgestattet, international – und jung und modern.

Den klassischen Part übernimmt David Konyot mit seiner Clownsfamilie, der, angetan mit gestreifter Weste und roter Nase, englischen Humor auf den Göttinger Schützenplatz bringt. Aniko Servözo als Schlangenmädchen biegt ihren Körper in einem Luftring in schier unglaubliche Winkel. Carlos Lilienthal aus Berlin begeistert das Publikum mit einer Diabolo-Jonglage.

Klassischer Zirkus trifft modernes Variété: Bis zum 6. Januar zeigt der Zirkus Barum sein Weihnachtsspektakel auf dem Schützenplatz. © Theodoro da Silva

Auch Tierdressuren hat Simoneit-Barum im Programm. Tiger, Pferde und Elefanten sind zwar weit und breit nicht zu sehen. Dafür vier wuselige Hunde, die ihrem Dompteur Patrick James Harrison gekonnt die Show vermiesen. Und wer immer schon mal wissen wollte, ob auch Vögel dressiert werden können: Evgeni und Elena Chmarlovski haben es geschafft. Sittiche balancieren, rutschen und flattern auf Kommando, große Aras drehen Runden über dem begeisterten Publikum.

Jung und modern wird es bei  der C.B. Dancecrew, einer Gruppe von Tänzern, die Hip Hop, Dub Step und Jumpstyle mischen. Cowboy Patrick Gruss Bouglione fängt das Publikum mit seinem Lasso ein. Puristisch und elegant die Darbietung von Kate und Pasi: Letzterer hält Kate in Balance, die wiederum große Zylinder ins Gleichgewicht bringt. Mitreißend ist Raffael de Carlos temperamentvolle Jonglage mit Fuß- und Tischtennisbällen.

Ungewöhnlich und zart wirkt die Artistik von Valpuri, Maria und Ronja, die zu dritt an einem Trapez über- und untereinander klettern, balancieren und schwingen. Den romantischen Schlusspunkt setzt schließlich der junge Magier Raffael Scholten, der Rosen auftauchen und verschwinden lässt und Unmengen von Spielkarten aus der Dunkelheit herbeizaubert.

Das „Circus Barum Weihnachtsspektakel“ ist noch bis zum 6. Januar auf dem Schützenplatz zu sehen. Vorstellungen sind täglich um 15.30 und 20 Uhr, an Sonntagen um 14 und 18 Uhr. An den Montagen, 24. und 31. Dezember, ist spielfrei.