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Göttingen Kleehasen erzählen „bettchen wat von fräuher“
Die Region Göttingen Kleehasen erzählen „bettchen wat von fräuher“
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19:48 10.09.2009
Gruß aus Spanbeck: Alte Postkarte mit Blick auf die Dorfkirche.
Gruß aus Spanbeck: Alte Postkarte mit Blick auf die Dorfkirche. Quelle: EF
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Der Andrang war größer als erwartet, als es am vergangenen Freitag hieß „Spönksche vertelln sseck wat up platt (Spanbecker erzählen sich etwas auf plattdeutsch)“. Etwa 130 Besucher, viele davon auch aus den umliegenden Dörfern, waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Tische und Stühle reichten nicht aus, nicht wenige mussten das umfangreiche Programm von „Stehplätzen“ am Rand verfolgen.

„Bettchen wat von fräuher“ erzählten Marie-Luise Henke und Spanbecks Ortsheimatpfleger Jürgen Becker. Mit dem Gesangverein kam der „Grobschmied“. Von „vor 725 Joahrn“ berichtete Siegfried Hahn. Der ehemalige Ortsvorsteher von Spanbeck hatte den Abend initiiert. Und so wie er es erwartet hatte, hatten sich viele aus dem Dorf etwas einfallen lassen. Wer eine plattdeutsche Erzählrunde erwartet hatte, wurde von dem langen, aber kurzweiligen Programm überrascht. Mit einem Kleehasen à la Hahn wurden alle Beteiligten für ihren Einsatz belohnt. „Kleehase“ ist der Spitzname der Spanbecker. Nicht sicher ist, ob damit die Hasen im Klee oder Hasen aus der fetten Tonerde aus der Gegend, auf Plattdeutsch „Kley“, gemeint waren.

Vorbereitung seit Monaten

Jetzt hoffen die rund 20 Akteure im Organisationsteam des Fests, dass es am kommenden Wochenende ähnlich erfolgreich wie am plattdeutschen Abend weitergehen möge. Seit Monaten sind sie mit der Vorbereitung beschäftigt. Dazu schreibt Ortsbürgermeister Martin Brenzel (SPD) in der Festschrift: „Die Organisation dieses Fests mit einer breiten Beteiligung aus allen Altersklassen hat den Akteuren viel Freude bereitet und zeigt wieder einmal, dass wir ein großes Engagement für die Dorfgemeinschaft in Spanbeck haben.“

Von Ute Lawrenz

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