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Göttingen Kleingärten und Grabeland sollen kein Bauland werden
Die Region Göttingen Kleingärten und Grabeland sollen kein Bauland werden
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Von Hauke Rudolph
„Wohnungspolitik ist auch Sozialpolitik“, betonte Ortsbürgermeister Thomas Harms.
„Wohnungspolitik ist auch Sozialpolitik“, betonte Ortsbürgermeister Thomas Harms. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Der Abstimmung vorausgegangen war eine lebhafte, aber sachliche Diskussion. Dieter Czech (SPD) fasste die Meinung seiner Fraktion zusammen: Die Gärten seien für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens und stellten einen Ort dar, wo Angehörige aller sozialen Schichten und Altersgruppen vielfältige soziale Kontakte pflegten. Gerade junge Familien zeigten steigendes Interesse an einem eigenen Garten, weshalb auch das Grabeland vollständig erhalten werden sollte. 

Das sehen die Grünen anders: Die Kleingärten wollen auch sie nicht antasten, das Grabeland aber schon – obwohl im städtebaulichen Leitbild stehe, dass beide Flächen als Bauland ausgewiesen werden könnten, wie Ute Döring bemerkte. „Wohnungspolitik ist auch Sozialpolitik“, betonte Ortsbürgermeister Thomas Harms. Es müsse verhindert werden, dass der Busfahrer und die Verkäuferin von Akademiker-Familien mit zwei Einkommen und von vierköpfigen Studenten-WGs verdrängt werden, weshalb es notwendig sei, mehr Wohnraum zu schaffen.

Das sehe er prinzipiell auch so, sagte Tom Wedrins (SPD). Aber wer beim Grabeland anfange, sorge dafür, dass die Investoren hellhörig würden und daher im Endeffekt wahrscheinlich rasch auch Interesse an Kleingärten bekundeten. Darüber hinaus habe er sich im Stadtteil umgehört und dabei den Eindruck gewonnen, dass die Mehrheit für die Erhaltung des Grabelandes sei.

So kam es dann zur Abstimmung: Mit acht Stimmen bei drei Enthaltungen wurde die Resolution angenommen.