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Göttingen Kleinstes Friedland als Gastgeber ganz groß
Die Region Göttingen Kleinstes Friedland als Gastgeber ganz groß
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18:32 21.07.2009
Friedlands Traditions-Disziplin: Bürgermeister Andreas Friedrichs beim Steinstoßen.
Friedlands Traditions-Disziplin: Bürgermeister Andreas Friedrichs beim Steinstoßen. Quelle: Gückel
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„Seit 1996 treffen sich Vertreter der acht Kommunen aus Polen (Mieloszów und Korfantów), Tschechien (Frydlant nach Ostravici und Frydlant v Cecách), Russland (Prawdinsk) sowie die drei deutschen Friedlands aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen jeweils in einer anderen Stadt. Diesmal war das kleinste Friedland in der Niederlausitz Gastgeber, was Wilfried Block (Mecklenburg), Initiator der Treffen, zu Anerkennung nötigte. Schließlich koste es jeden der Gastgeber Kraft und Geld, die völkerverbindende Tradition fortzusetzen. Nur 3300 Einwohner zählt die Stadt an der Spree und 16 Dörfer. Friedland selbst ist mit 750 Einwohnern eine der kleinsten Städte Deutschlands.

Als Gastgeber erwiesen sich die Brandenburger und ihr Bürgermeister Thomas Hähle aber als ganz groß: Ein Stadtfest mit Traktortreffen, Rockkonzert für junge Leute in der historischen Burganlage und ein Tanzabend. Hinzu kamen der obligatorische Sport-Wettbewerb und als Höhepunkt eine Gala im Burghof mit Band, Buffet, Tanz, märchenhaften Vorführungen von Gymnastik und Theatergruppen der Region sowie als Finale ein fulminantes Feuerwerk zu den Klängen der Europa-Hymne. Ein örtlicher Feuerwerker hatte mit der perfekten Inszenierung sein Meisterstück abgeliefert.

Untergebracht waren die Gäste in einer Urlaubsanlage am Schwieloch-See. Überhaupt konnten sich die Gäste vor allem vom touristischen Reiz der Region zwischen Oder und Spree überzeugen. Gut ausgebaute Fahrrad-Wanderwege, Seen und Spree, Schlaube- und Oelse-Tal sowie als Perle der Region das barocke Kloster Neuzelle nahe Eisenhüttenstadt.

Friedland Niedersachsen war mit einer fünfköpfigen Delegation und weiteren Gästen in Privatquartieren vertreten, darunter neben Bürgermeister Andreas Friedrichs und Partnerschaftsbeauftragten Ralf Hohdahl auch der Ratsvorsitzende Lothar Zeuner. Beim Sportwettbewerb gab es einen hinteren Platz. Rang vier errangen die Niedersachsen bei der Paradedisziplin mit dem 15 Kilo schweren historischen mecklenburger Stein – einem der ältesten deutschen Sportgeräte.

ck