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Göttingen Klinikum Hann. Münden investiert 30 Millionen Euro
Die Region Göttingen Klinikum Hann. Münden investiert 30 Millionen Euro
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00:17 13.09.2013
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hann. Münden

Das teilte der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH Volker Behncke mehreren 100 Mitarbeitern während der ersten gemeinsamen Betriebsversammlung im Rittersaal des Welfenschlosses in Hann. Münden mit.

Das Krankenhaus gehört mit 400 Arbeitsplätzen zu den großen Arbeitgebern der Stadt. „Das neue Haus wird insgesamt 245 Planbetten haben“, kündigte der Leitende Arzt des NZN, Professor Volker Kliem, an. Die Zahl der aufgestellten Betten belaufe sich auf 266 Stück, so dass es in Zukunft keine Platzprobleme mehr geben werde.

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Eine Herausforderung stellt noch das Defizit des übernommenen Krankenhauses dar. Es beläuft sich laut Behncke 2013 auf voraussichtlich 300 000 Euro. 2011 und 2012 waren es jeweils 1,9 Mio. Euro gewesen. Das Haus hatte kurz vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden. Behncke drängt auf eine Optimierung der Prozesse, ein höheres Kostenbewusstsein und den Ausbau der Leistungen.

Fünfstöckiges Parkhaus

Er räumte ein, dass das den ehemals kirchlichen Mitarbeitern einiges abverlange. Auch bei der Zusammenführung aller Mitarbeiter unter einem Tarifvertrag seien Hürden zu überwinden. Die KHM-Mitarbeiter hätten sich zeitweise wie „Besiegte“ gefühlt, berichtete Behncke.

Da die Parkplatzsuche am Vogelsang schon heute eine Herausforderung darstellt, errichten die Versorgungsbetriebe Hann. Münden auf dem jetzigen Waldparkplatz in den Hang hinein ein fünfstöckiges Parkhaus mit 337 Stellplätzen. Die Einfahrt befindet sich im zweiten, die Ausfahrt im vierten Stock.

Finanziert wird das Parkhaus, das im Mai/Juni 2014 eröffnet werden soll, durch Parkgebühren. Die Versorgungsbetriebe bewirtschaften künftig auch die übrigen 109 Parkplätze auf dem Krankenhausgelände.

Reha-Einrichtung für alte Menschen geplant

Im Altbau des Vereinskrankenhauses ist eine Reha-Einrichtung für alte Menschen geplant, die aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie sind oft noch zu schwach, um sich wieder selbst zu versorgen. Daher kommen sie bisher in Pflegeheimen unter, was teuer ist. Behncke versucht, die Kostenträger für sein Projekt zu gewinnen.

Die Awo GSD beschäftigen insgesamt 1000 Mitarbeiter und machen einen Umsatz von 80 Mio. Euro. Die Informationsveranstaltung im Welfenschloss hatten die Betriebsratsvorsitzenden der beiden Häuser, Cornelia Siegmann (NZN) und Hagen Gieseler (KHM), anberaumt.

Von Michael Caspar