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Göttingen Klinikum: Noro-Virus grassiert in Göttingen
Die Region Göttingen Klinikum: Noro-Virus grassiert in Göttingen
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18:56 28.11.2011
Von Britta Bielefeld
Universitätsklinikum Göttingen: Niedersachsenweit erkranken seit dem Wochenende vermehrt Patienten an dem Norovirus. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Der Stopp betrifft nur einbestellte Patienten mit aufschiebbaren Anliegen. Notfälle werden ohne Einschränkungen behandelt, die Klinik hat laut Weller „besondere Desinfektionsmaßnahmen“ auf allen Stationen getroffen. Der Aufnahmestopp wird  zunächst für drei Tage gelten. Patienten mit Terminen sollten in der Klinik anrufen und sich informieren, ob er verschoben wird.

Die Zahl der Infektionen mit dem Virus hat am vergangenen Wochenende „schlagartig zugenommen“, sagt Helmut Eiffert, Oberarzt der Abteilung Medizinische Mikrobiologie im Klinikum. Mit Beginn des Winters und des Frühlings seien saisonale Häufungen „relativ normal“. Nicht nur in den Krankenhäusern der Region sondern niedersachsenweit sei das zur Zeit wieder zu beobachten. Normale Menschen überstehen eine Noro-Erkrankung meist ohne große Probleme. Für kranke, alte oder geschwächte Patienten kann es gefährlich werden.

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Im Uniklinikum will man deshalb die Übertragung verhindern. Noro ist laut Eiffert das häufigste Virus, das heftige Durchfallerkrankungen auslöst. Und: „Es ist sehr stabil“. Das Virus lauert auf Oberflächen und schon wenige Keime reichen aus, um sich anzustecken. Das gelingt zum einen über die so genannte Schmierinfektion, also meist über den Kontakt der infizierten Oberflächen mit den Händen. Es kann, da Noro Brechanfälle auslöst,  aber auch über die Luft als Tröpfcheninfektion übertragen werden. „Entscheidende Pflicht zur Vorbeugung ist eine wirksame Handdesinfektion“, so Eiffert.