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Göttingen Geheimnisvolles Waldbaden
Die Region Göttingen Geheimnisvolles Waldbaden
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16:07 02.11.2018
Erholung für die Sinne – ein Spaziergang durch den Wald. Quelle: R
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Göttingen

Mit dem Hund gehe ich täglich durch den Wald. Das ist wunderbar. Ich entdecke urig verwachsene Bäume, märchenhaft vom Moos überwuchertes Wurzelwerk oder bezaubernd verfärbte Blätter. Es gibt Pilze, Beeren, Käfer, knorrige Äste und riesige Baumkronen. Und diesen Geruch – im Herbst erdig, würzig und manchmal eine Pilzmahlzeit verheißend.

Der Wald beschenkt mich jeden Tag mit anderen sinnlichen Eindrücken und hat dennoch immer die gleiche Wirkung. Er lässt mich die Außenwelt für eine Weile vergessen. Außer mir kennt vermutlich auch jeder andere dieses erholsame Waldspaziergangs-Gefühl. Insofern war ich irritiert, als ich einen Trend bemerkte, über den bereits Bücher erschienen sind: Waldbaden.

Trends sind im Trend

Was soll das sein? Zuerst dachte ich, es sei etwas wirklich Neues. Bekommt man eine Art Fangopackung im Wald? Oder badet man in einem Becken voller Blätter und Baumrinde? Da ich im Wald wohne, wollte ich sofort mehr über das geheimnisvolle Waldbaden erfahren. Es ist ein Trend aus Japan, woher ja oft Trends kommen. Auch der von einer Frau namens Marie Kondo geprägte Aufräum-Trend, wonach man sich, oh Wunder, besser fühlt, wenn man aufgeräumt hat.

Ähnlich ist es auch mit dem Waldbaden. In Japan wird es schon lange zur Stress-Bewältigung medizinisch verordnet. Studien haben nämlich belegt, dass ein Gang durch den Wald wohltuend für den Menschen ist. Ja, Waldluft ist gesund. Das wusste schon meine Oma. Wissenschaftlich betrachtet ist es wohl so, dass ein Aufenthalt im Wald das Immunsystem stärkt sowie Puls und Blutdruck senkt.

Spaziergang und Anleitung

Grund dafür sind auf den menschlichen Organismus positiv wirkende pflanzliche Substanzen, die sozusagen in der Waldluft liegen. Das Waldbaden ist aus dieser Erkenntnis entstanden und, soweit ich es begriffen habe, ein Waldspaziergang unter professioneller Anleitung.

Natürlich kostet es Geld, mit extra dafür ausgebildeten Menschen durch den Wald zu schlendern. Schließlich erklären sie einem ja, dass man die belebende Waldluft tief einatmen und den Anblick genießen soll. Also das, was man sowieso tut, wenn man durch den Wald geht.

Waldbademeister

Eine Ausbildung zum Waldbademeister dauert nur wenige Tage. Ganz billig ist sie nicht. Aber vielleicht gibt es Waldbaden in Deutschland ja auch bald auf Rezept. Dann lohnt sich die Investition bestimmt und ich werde, schon wegen des Standort-Vorteils, auf jeden Fall auch Waldbademeisterin. Und setze den nächsten neuen Trend.

Ich stelle eine Badewanne im Wald auf und die Leute dürfen daraus Wasser trinken. Wusste mein Opa schon: Dreck reinigt den Magen. Mit dem richtigen Marketing wird mein Waldwasser mit positiven Botenstoffen aus abgestandenen Pflanzenteilen dann bestimmt so eine Art Super-Food.

Sie erreichen die Autorin unter EMail: autorin@anke-weber.de Instagram: https://www.instagram.com/ ankeweber_author facebook: https://www.facebook.com/ ankeweberautorin

Von Anke Weber

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