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19:43 21.10.2018
Es brodelt hinter den Kulissen der Universität. Quelle: Dpa
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Göttingen

Es brodelt gewaltig an der Spitze der Georg-August-Universität. Die einstimmige Erklärung des Senats lässt an Eindeutigkeit nichts vermissen, die knappen Sätze zur Zukunft der Präsidentin und die Kühle, die aus den Zeilen spricht, machen klar, dass es keine gemeinsame Ebene mehr gibt. Im Klartext sagt der Senat: Ende der Amtszeit der Präsidentin Beisiegel im Oktober 2019. Bis zum nächsten Frühjahr werden die Gründe für das Scheitern der Exzellenzstrategie schonungslos aufgeklärt, bis dahin dürfen keine finanziellen oder organisatorischen Entscheidungen getroffen werden. Und eine Findungskommission soll noch in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen, um die Beisiegel-Nachfolge zu klären. Rums. Stillstand an der Uni-Spitze.

Tageblatt-Chefredakteur Uwe Graells Quelle: Hinzmann

Die Präsidentin hat ihre zweite Amtszeit mit einem Erfolg bei der Exzellenzstrategie verbunden. Sie hat versucht, am vorigen Mittwoch im Senat ihren zeitlichen Fahrplan für einen Wechsel durchzubringen. Bis Anfang 2020 wollte sie an der Spitze der Uni bleiben. Sie hätte angesichts der einstimmig verabschiedeten Erklärung des Senats wissen müssen, dass ihr Plan zum Scheitern verurteilt ist.

Für die Georg-August-Universität bedeutet der Herbst 2018 eine Zäsur. Auf unabsehbare Zeit wird Göttingen keinen Exzellenzstatus erreichen, auch ein Hinweis auf eine mögliche neue Chance in 2025 ist dabei nur Augenwischerei. Was das für die Qualität der Wissenschaft und Lehre bedeutet, ahnen viele. Themen wie das Forum Wissen, die Öffnung der Universität, die Vernetzung mit anderen Forschungseinrichtungen sind gut und richtig - das Scheitern bei der Exzellenzstrategie kann das alles jedoch nicht aufwiegen.

Nach der Senats-Erklärung kann man den sich anbahnenden Streit um den richtigen Zeitpunkt für einen Beisiegel-Rückzug erahnen. Alles scheint möglich, sogar ein noch früheres Aus der Präsidentin. Der Senat scheint entschlossen, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen. Hoffentlich sind sich alle bewusst, dass sich niemand einen langwierigen Streit um die Spitzenposition an der Georgia Augusta leisten kann. Alle sind in der Verantwortung: Senat und Präsidentin.

Sie erreichen den Autor per E-Mail an u.graells@goettinger-tageblatt.de; Twitter: @uwegraells; Facebook: https://www.facebook.com/uwe.graells 

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Von Uwe Graells

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