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Göttingen Sanierung von Waageplatz, Botanischem Garten und JVA vorgeschlagen
Die Region Göttingen Sanierung von Waageplatz, Botanischem Garten und JVA vorgeschlagen
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00:19 03.02.2018
Im Bauausschuss der Stadt Göttingen ist das Sanierungsprogramm Thema. Quelle: Christina Hinzmann
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Götingen

Der Bereich „Nördliche Innenstadt” soll saniert werden. Die Stadt hat im Vorjahr Geld aus dem StädtebauförderprogrammSoziale Stadt” beantragt. Das dafür nötige Entwicklungskonzept liegt jetzt vor.

Darin wird das Gebiet zwischen der Berliner Straße/Nikolausberger Weg im Norden, Oberer Masch im Westen, Theaterstraße im Süden und Wöhlerstraße im Osten analysiert. Dazu gibt es Empfehlungen, wo und welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind. Die Untersuchung wurde vom Büro „complan” im Auftrag der Stadtverwaltung erstellt. Das umfangreiche Werk beinhaltet unter anderem eine Kartierung der denkmalgeschützten Häuser, der Freiflächen, der gewerblichen Nutzung, der verkehrlichen Nutzung und vieles mehr.

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„Angesichts aktueller Entwicklungen im Bereich der nördlichen Innenstadt, wie die Suche einer Nachnutzung für das ehemalige Gefängnis und einem Umbau der Stockleff-Mühle”, so steht es in der Verwaltungsvorlage, war es erforderlich, diesen Bereich umfangreicher zu untersuchen. Auch eine Befragung von Passanten ging in die Untersuchungen und damit in das Entwicklungskonzept ein. Das Gesetz sieht bei einem solchen Verfahren eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Bislang wurden Passanten befragt; Haushalte, Geschäfte und Eigentümer erhielten eine Sanierungszeitschrift und konnten über eine beiliegende Karte an einer Befragung teilnehmen.

Eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen vorgestellt werden, soll demnächst stattfinden. Zuvor soll der Bauausschuss am 8. Februar darüber diskutieren.

Die Gutachter schlagen vor, eine „städtebauliche Sanierungsmaßnahme” in einem Zeitraum von acht Jahren umzusetzen. Dem Quartier bescheinigen die Planer „erhebliche städtebauliche Missstände”, aber auch Stärken. Beispielsweise der Botanische Garten, aber auch die Einkaufsstraßen werden als Stärken genannt.

Als Maßnahmen werden in dem Papier unter anderem eine Aufwertung des Waageplatzes, des Platzes der Synagoge, der Weender Straße/Reitstallstraße, des Walls und des Raumes rund um die Stockleff-Mühle bis zur Mühlenstraße aufgeführt. Dazu werden als Bauarbeiten die Sanierung der Mühle und des Alten Botanischen Garten genannt. Auch die alte JVA am Waageplatz soll saniert werden, ebenso das Haus der Heilsarmee.

Allein für die Sanierung des Waageplatzes sind in dem Gutachten etwa eine Million Euro vermerkt, für den Platz der Synagoge sind es mehr als 900000. Rund 4,5 Millionen Euro kostet demnach der Umbau der Weender Straße Nord. Ein neues Lichtkonzept für den Wall würde 100000 Euro teuer werden. Ein Umbau des alten Gefängnisses, beispielsweise als Hostel, könnte 4,2 Millionen Euro kosten, die Aufwertung des Alten Botanischen Gartens etwa eine Million.

Als erste Priorität wird in der Vorlage „die Bearbeitung der öffentlichen Räume und die zur Zeit leerstehenden Gebäude” angesehen. Die Stadt Göttingen hatte im Mai 2017 einen Antrag zur Aufnahme des Sanierungsgebietes ins Städtebauförderprogramm gestellt. Und: „Mit einer Aufnahme des Gebietes in das Förderprogramm ist frühestens 2018 zu rechnen”.

Von Britta Bielefeld

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