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Göttingen Krankenhaus Göttingen-Weende nutzt internetbasiertes System zur Pflegeplatzsuche
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Krankenhaus Göttingen-Weende nutzt internetbasiertes System zur Pflegeplatzsuche

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08:00 03.09.2020
Gespräch im Patientenzimmer –vor Beginn der Corona-Pandemie: Sylvia Holtz-Wörmcke (Leitung Sozial- und Entlassmanagement, links) und Kerstin Kobold (Case-Managerin des EKW, rechts), sprechen mit einer Patientin. Quelle: R
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Göttingen

Das Evangelische Krankenhaus Weende (EKW) ist die erste Klinik in Göttingen und Umgebung, die ein internetbasiertes System nutzt, um Pflegeheimplätze für stationäre Patienten des Krankenhauses zu finden. Das teilte die Pressestelle des EKW mit. Zuvor hätte für die Suche nach einem passenden Heimplatz für Patienten, die nach dem Krankenhausaufenthalt nicht direkt nach Hause entlassen werden konnten, viel Zeit aufgewendet werden müssen.

Nicht selten hätten die Mitarbeiter des Sozial- und Entlassmanagements bis zu 40 Pflegeheime angerufen, bevor ein passender Platz für einen Patienten gefunden worden sei. Mit dem neuen System werde eine deutliche Zeitersparnis erreicht – „wertvolle Zeit, die dem Patienten zugute kommen soll“, so die Pressestelle. Es gehe um ein digitales Instrument, das „uns tagesaktuelle Kapazitätsabfragen im pflegerischen Sektor ermöglicht und ein schnelles Verlegungsprozedere abbildet – ohne Informationsverlust“, habe Sylvia Holtz-Wörmcke, Abteilungsleitung Sozial- und Entlassmanagement des EKW, betont.

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Auch die Pflegeeinrichtungen profitieren

Auch die Pflegeeinrichtungen würden durch Zeitersparnis im Aufnahmeprozess, durch effizienteren Personaleinsatz und die Möglichkeit zur proaktiven Steuerung des Pflegegradmixes profitieren, heißt es in der Mitteilung. „Es ist eine Arbeitserleichterung“, sagt Nicole Mallach, im Haus Phönix am Steinsgraben zuständig für die Belegung. „Wir können unsere freien Kapazitäten online melden, sodass das Krankenhaus direkt sieht, in welchen Bereichen wir freie Plätze haben.“

In einem Umkreis von zehn Kilometern um Göttingen sei bereits jede stationäre Pflegeeinrichtung an das System angebunden, in einem Umkreis von zwanzig Kilometern seien es 81 Prozent, heißt es in der Mitteilung. Ziel sei, „demnächst auch ambulante Pflegedienste in die digitale Vermittlung“ einzubeziehen und nach und nach insgesamt die größtmögliche Vernetzung in Südniedersachsen zu erreichen.

Von Stefan Kirchhoff