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Göttingen Kreisfusion Göttingen und Osterode kommt zum 1. November 2016
Die Region Göttingen Kreisfusion Göttingen und Osterode kommt zum 1. November 2016
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20:33 15.08.2013
Von Matthias Heinzel
Quelle: Grafik: ne/pto
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Göttingen / Osterode

Fast das wichtigste Element des Vertrages: die Entschuldungshilfe des Landes für die beiden Kreise. Die betrage 79,8 Millionen Euro oder 72,5 Prozent der Summe der Kassenkredite Ende 2009, erklärte Reuter. Dies sei die erste Kreisfusion aller Zeiten, die auf freiwilliger Basis aus den Landkreisen und nicht durch den Bund oder ein Bundesland initiiert und vorangetrieben worden sei, meinte Reuter.

Eine dauerhafte Entlastung des gemeinsamen Haushalts werde erreicht durch geringere Zinslasten wegen der aufgefangenen Kassenkredite, geringere Gebäudemieten durch die Zusammenlegung von Verwaltungsstellen und geringere Personalkosten. Reuter betonte allerdings, die Personalreduzierung in Höhe von jährlich ein Prozent von derzeit 1500 Stellen werde sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen.

Die künftige einheitliche Kreisumlage von 50 Prozentpunkten bedeute, dass die Umlage im Bereich Göttingen gleich bleibe, im Bereich Osterode aber um fünf Prozentpunkte sinkt. Dies sei für die Osteroder Gemeinden sehr erfreulich, meinte Kreisrat Geißlreiter. Zudem bleibe Osterode als Verwaltungssitz erhalten.

Nach Abschluss des Zukunftsvertrages mit dem Land müssten dem allerdings noch die Kreistage und der Landtag zustimmen. Dies sei aber so gut wie sicher, erklärte Reuter.

Die Fusion bleibe jedoch „ein Stück unvollendet“, meinte der Göttinger Landrat. Er bedaure die Weigerung des Landkreises Northeim, mit Göttingen und Osterode zusammenzugehen. „Irgendwann“ werde aber auch diese Fusion kommen.