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Göttingen Kreismeisterschaften für Köche, Hotel- und Restaurantfachleute in der BBS III
Die Region Göttingen Kreismeisterschaften für Köche, Hotel- und Restaurantfachleute in der BBS III
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18:53 17.11.2010
Genaue Arbeit: Unter den prüfenden Blicken von Klaus Abraham und Theo Kaib (von rechts) richtet Dennis Fischer seine Teller an.
Genaue Arbeit: Unter den prüfenden Blicken von Klaus Abraham und Theo Kaib (von rechts) richtet Dennis Fischer seine Teller an. Quelle: Vetter
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In der Berufsbildenden Schule III (BBS) treten neun Köche, sechs Hotelfachkräfte und fünf Restaurantfachkräfte zur Kreismeisterschaft an. Alle Wettbewerber stellen sich einer anstrengenden Prüfung. Im Mittelpunkt stehen die Köche, die aus einem festgelegten Warenkorb ein Vier-Gänge-Menü zaubern müssen. Zutaten: Ziegenkäse (Vorspeise), Zanderfilet und frische Kräuter (Zwischengang), Lammrücken, Fenchel und Kartoffeln (Hauptgang), sowie Ananas, Kokos und weiße Schokolade (Dessert). Daneben steht den jungen Köchen (höchstens 22 Jahre alt dürfen sie sein) allerlei Beiwerk zu Verfügung. Darunter: Milch, Sahne, Quark, Grieß, Reis, Gewürze, Wein, Salate, Gemüse, Speck, Obst und und und...
Dennoch: Bei der Verkostung entfährt es einem Prüfer: „Uhh, das schmeckt nach Arsch und Friedrich, aber Friedrich schmeckt vor.“ Gelächter. Einigkeit. Es ist aber keine ungnädige Jury. Gewissenhaft sezieren die Profis die hübsch angerichteten Teller. „Sehr exakt gearbeitet.“ „Mmmhh.“ „Das schmeckt einfach gut.“ „Lecker.“ Penibel werden die Speisen untersucht. Eine Wissenschaft. Mit Löffel, Gabel, Messer und bisweilen mit den Fingern wird Hand an die filigranen Produkte gelegt, jede Speise bis auf ihre kleinste Zutat inspiziert. 36 Teller werden die Juroren am Ende des Abends leergegessen haben.

Kreismeisterschaften der Köche in der BBS III am Ritterplan in Göttingen. Während die Köche in der Küche die Menüs zaubern, lassen sich Juroren und Gäste das Essen schmecken.

Im Gastraum erfreuen sich derweil die geladenen Gäste am Menü der Nachwuchsköche. Es wird munter hin und her getauscht und auch ein wenig gefachsimpelt: „Werden Tomaten nun geschält oder nicht?“ In der Küche bekommen die Kandidaten davon freilich nichts mit. Dort wird emsig gewerkelt, angerichtet, geschwenkt, gebraten, gekocht, gedünstet, warmgehalten, gegart – alles unter der Aufsicht einer weiteren Jury, die unter anderem die Zeiteinteilung, die Sauberkeit und die Arbeitstechnik beurteilt. Organisator Theo Kaib schaut zufrieden über viele Schultern. Häufig, so sagt der Ausbildungsleiter, beklagt er sich über den „Schweinestall“, den seine Schützlinge in der Küche anzurichten pflegen. „Heute nicht“, sagt Kaib lächelnd und nimmt Norbert Liekmeier in den Arm. Liekmeier, der Vorstandsvorsitzende der Göttinger Stadtwerke, sponsert die Veranstaltung in der BBS. Aus gutem Grund: „Das ist doch toll, dass sich junge Menschen in einem Wettbewerb gegenüberstehen. Davor habe ich großen Respekt.“ Schmunzelnd fügt er hinzu: „Und am Ende haben wir doch alle etwas davon...“

Von Lukas Breitenbach

Die Sieger

Köche

1. Elena Bax (Planea), 2. Jan-Hendrik Hundertmark (Gauss), 3. Stefan Schelper (Schillingshof), 4. David Ahr (Planea), 4. Dennis Fischer (Victors Residenz Hotel, Teistungen), 4. Lea König (Park-Residenz, Alfeld), 4. Oliver Rau (Biewald), 4. Dominik Runge (Lockemann), Christian Schelper (Jagdhaus Heede, Hann. Münden).

Hotelfach

1. Katharina Schäfer (Freizeit In), 2. Bettina Notzon (Rennschuh), 3. Elena Harden (Eden), 4. Florian Bartsch (Ropeter), 4. Lisa Scharwenka (Burghotel), 4. Jan Standhardt (Freizeit In)

Restaurantfach

1. Marco Russo (Gaudí), 2. Sarah Wiese (DT-Bistro), 3. Kai Kleinsorge (Burgschänke Plesse), 4. Madline Meinecke (Zum Kronprinzen), 4. Martin Reyer (Freizeit In).