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Göttingen Verwaltungsneubau im Spar-Modus
Die Region Göttingen Verwaltungsneubau im Spar-Modus
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00:18 23.12.2017
Ansicht des Areals an der Carl-Zeiss-Straße, wo ab 2020 der Neubau eines Verwaltungsgebäudes des Landkreises Göttingen entstehen soll. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Der Göttinger Kreistag hat sich für eine Spar-Variante des neuen Verwaltungsgebäudes des Landkreises an der Carl-Zeiss-Straße ausgesprochen. Damit wird das ursprünglich mit 16,95 Millionen Euro kalkulierte Gebäude um 2,65 Millionen Euro teurer.

Zwei andere Varianten hätten den Bau um „nur“ 1,35 oder sogar um 4,55 Millionen verteuert. Grund für die Kostensteigerungen sind die derzeit konjunkturbedingt stark steigenden Baupreise. Die Kreisverwaltung nimmt für seine Berechnungen eine jährliche Preissteigerung von sechs Prozent an.

Die jetzt beschlossene Variante des Neubaus verzichtet auf eine maschinelle Kühlung und Lüftung der Büroräume. Nur die Besprechungsräume sollen über Klimasplitgeräte gekühlt, aber nicht maschinell be- und entlüftet werden können. Die Büroräume werden beheizt, jedoch nicht gekühlt und auch nicht belüftet. Ein Lüftung ist nur über die Fenster möglich. Ein höherer Spareffekt wäre nur mit Vereinfachungen an Fassade, Fenster und Innenausbau erreichbar.

Ein weiterer Effekt der Entscheidung: Die Verwaltung hat mehr Zeit, den Bau zu Ende zu bringen. Der ursprüngliche Zeitrahmen war ziemlich knapp gehalten, was jetzt angesichts der aktuell überhitzten Baukonjunktur als risikobehaftet eingestuft wird. Es sei deutlich schwieriger geworden, Baufirmen zu finden. Jetzt muss der Neubau erst im März 2022 bezugsbereit sein, weil dann der Mietvertrag für Ausweichräume im Gothaer-Komplex an der Geismarlandstraße ausläuft.

Während Steffani Wirth (Grüne) von einer „langfristig guten Lösung“ sprach, bezeichnete Harm Adam (CDU) den Verwaltungsvorschlag als „unausgegoren“. Es sei sinnvoller, alles noch einmal durchzurechnen und den tatsächlichen Raumbedarf zu ermitteln. Die CDU enthielt sich deshalb, die SPD-geführte Mehrheitsgruppe setzte den Verwaltungsplan durch.

Außerdem beschloss der Kreistag eine neue Satzung zur Förderung der Kindertagespflege. Die neue Satzung war wegen der Fusion der Altkreise Göttingen und Osterode notwendig geworden. Zudem unterliegen derzeit bundesweit die Satzungen der Kindertagespflege einer gerichtlichen Überprüfung, erklärte die Verwaltung. Ein Problem: Die bisherige Satzung des Landkreises über die Förderung der Kindertagespflege und die Erhebung von Kostenbeiträgen zur Kindertagespflege hatte das Verwaltungsgericht im September für ungültig erklärt. So monierte das Gericht die fehlende Kalkulation der Geldleistungen an die Tagespflegepersonen. Darin soll die durch die Rechtsprechung geforderte Orientierung am Mindestlohn eingehalten werden. Die jetzt beschlossene Satzung kommen dem Urteil des Verwaltungsgerichts nach, erklärte die Verwaltung. Unter anderem werden darin die Beiträge zur Anerkennung der Förderleistung um etwa zehn Prozent erhöht.

Die Sachkostenpauschale wird mit zwei Euro und Kind festgesetzt – 13 Cent mehr als bisher. Abgestimmt ist die Erhöhung mit der Stadt Göttingen und dem Landkreis Northeim, um den Tagesmüttern zumindest einen geringen Inflationsausgleich bei den Sachaufwendungen zu gewähren.

Bei für das Jahr 2018 kalkulierten 700000 Betreuungsstunden ergibt sich hierdurch ein Mehraufwand in Höhe von 91000 Euro. Im Bereich der Kindertagespflege erhöht sich das Defizit um 250000 Euro. Dies resultiert aus der Erhöhung der Förderbeträge, aus gestiegenen Fallzahlen und einem Anstieg der Betreuungsstunden.

Einstimmig sprach sich der Kreistag für diese Verbesserungen aus. Mit einem Antrag, Fortbildungskosten in der Kindertagespflege zu 100 Prozent zu ersetzen, konnte sich die CDU allerdings nicht durchsetzen.

Von Matthias Heinzel

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