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Göttingen Kreisvolkshochschule Südniedersachsen - Fusion vollzogen
Die Region Göttingen Kreisvolkshochschule Südniedersachsen - Fusion vollzogen
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21:05 04.06.2014
Von Gerald Kräft
Kreisvolkshochschule in der Göttinger Bürgerstraße Quelle: Heller
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Göttingen

Damit ist der erste Schritt des Plans, eine starke Erwachsenenbildung aus einer Hand in der Region einzurichten, erfolgt. Als zweiter Schritt soll eine Fusion  mit der Göttinger Volkshochschule folgen. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD), sein Vertreter der Osteroder Erste Kreisrat Gero Geißlreiter (CDU).

Die beiden Kreistage sind im Verhältnis sechs zu drei vertreten plus zwei Mitarbeitervertreter. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist der SPD-Fraktionschef im Göttinger Kreistag, Jörg Wieland (SPD), Stellvertreter der Osteroder Kreistagsabgeordnete Henning Kruse (SPD).

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Umsatz von rund vier Millionen Euro

Die neue KVHS Südniedersachsen gGmbH erzielt laut Wirtschaftsplan 2014 Erlöse von 1,28 Millionen Euro. Der Umsatz beträgt rund vier Millionen Euro. Die gemeinsame Einrichtung bietet zirka 800 Veranstaltungen an und etwa 30 000 Kursstunden. Die Teilnehmerzahl beträgt rund 9000, die Zahl der Mitarbeiter rund 40. Hinzu kommen Dutzende Dozenten und Honorarkräfte.

Alle EAM-Aktien des Landkreises Göttingen liegen bei der neuen GmbH. Dadurch werden der Göttinger Kreisverwaltung zufolge 1,1 Millionen Euro Zuschuss aus Dividenden jährlich auf Dauer in die Erwachsenenbildung fließen. Der restliche Zuschussbedarf kommt aus den beiden Kreishaushalten, die nach aktueller Planung zum 1. November 2016 fusionieren sollen.

Erhebliche Anstrengungen

Der Einwohnerrückgang, insbesondere im ländlichen Raum, erfordere erhebliche Anstrengungen, um das Bildungsangebot auf bisherigem Niveau zu halten, sagte Reuter. Zuschüsse aus den Haushalten dürften nicht steigen, dazu verpflichte der Zukunftsvertrag. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Reuter. Ziel einer Fusion mit der städtischen VHS sei der 1. Januar 2015. Noch stünden Gesprächen und Verhandlungen bevor.

In Osterode bleibe eine Geschäftsstelle, auch die Außenstellen sollten erhalten bleiben, so Geißlreiter. Derzeit werde am Herbstprogramm gearbeitet, wieder zusammen mit der VHS, sagte Riethig. Ein Kulturgutschein für jedes Kind für kostenlosen Musikunterricht sei geplant.