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Göttingen Weiter Protest gegen Notunterkunft
Die Region Göttingen Weiter Protest gegen Notunterkunft
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14:54 17.05.2018
Protest im Sozialausschuss am Dienstag gegen den Weiterbetrieb der Flüchtlingsunterkunft Siekhöhe. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Jusos und die Grüne Jugend ermahnen die Stadt, „sich diesmal an den getroffenen Beschluss zu halten“, der eine Schließung zum 30. Juni kommenden Jahres vorsieht. „Trotz der guten Sozialarbeit vor Ort“, erklären Jusos und Grüne Jugend, „entspricht eine fensterlose Lagerhalle nicht unserer Vorstellung von menschenwürdigen Lebensbedingungen und Willkommenskultur.“ Ratherr Thomas Harms (Grüne) hatte darauf gedrängt, die Siekhöhe, wenn auch nun zwei Monate später als von der Verwaltung urspürnglich geplant, im Juni 2019 dann endgültig zu schließen, um nicht erneut auf den „Sankt-Nimmerleinstag“ von der Verwaltung vertröstet zu werden.

Proteste während der Ausschusssitzung

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Beide Jugend-Organisationen der Parteien werden der Stadt zudem vor, nicht nach Alternativen zur Siekhöhe gesucht zu haben. Sie fordern „größere Anstrengungen zur Reduzierung der Verweildauer der Bewohner, die momentan bei durchschnittlich vier Monaten liegt“. Zudem solle sichergestellt werden, „dass sich die Betreuungssituation für die Geflüchteten nicht verschlechtert und sie weiterhin die nötige Unterstützung bei der Integration erhalten“.

Die Linke verweist auf die „relativ schnell umzusetzende Nutzung des im städtischen Besitz befindlichen studentischen Wohnheims am Fridjof-Nansen-Weg“. Gerd Nier: „Die Nutzung der Notunterkunft auf der Siekhöhe für ein weiteres Jahr müsste nicht sein. Sie könnte aus unserer Sicht deutlich verkürzt und schnell beendet werden.“

Von Matthias Heinzel

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