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Göttingen Kükenschau für Züchter und Halter in Lenglern
Die Region Göttingen Kükenschau für Züchter und Halter in Lenglern
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19:00 14.04.2019
Benedikt Sauer präsentiert prachtvolles Geflügel. Quelle: Jonathan Michaeli
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Göttingen/Lenglern

Die 55. Niedersächsische Zuchtstamm- und Kükenschau wird in Lenglern ausgerichtet. Das Landgasthaus Fricke, Mittelstraße 13, öffnet am Karfreitag, 19. April, zwischen 10 und 15 Uhr die Türen für Geflügelzüchter und -halter. Etwa 1000 Besucher werden erwartet.

Benedikt Sauer organisiert die Schau. Er kündigt an, dass es in diesem Jahr einige Modifikationen gibt. „Während der letzten Schaus waren die meisten Hühner bereits sehr früh verkauft. Für die Familien, die nachmittags ankamen, gab es dann kaum noch etwas zu sehen“, erklärt Sauer, Vorsitzende des ausrichtenden Vereins, Rassegelügelzuchtverein Göttingen-Grone (RGZV). Aus diesem Grund beginne die Kükenschau in diesem Jahr um 10 Uhr, statt um 8 Uhr. Außerdem werde der jeweilige Züchter nicht mehr von Anfang an alle Hühner präsentieren, sondern die Käfige immer wieder auffüllen.

Hühnerhaltung von Interesse

Die Kükenschau ist nach Angaben von Sauer nicht nur eine Veranstaltung für erfahrene Geflügelzüchter. „Ich bekomme seit einigen Jahren mit, dass sich immer mehr Menschen für die eigene Hühnerhaltung interessieren“, erzählt Sauer. So könne der Kauf von Eiern von Masthühnern verhindert werden. Die Massenhaltung von Hühnern führt, so erklärt der Züchter, vornehmlich zu aggressivem Verhalten der Tiere. „Unter Hühnern gibt es eine interne Rangordnung, die allerdings nur bei einer Gruppenzahl von 20 bis 30 Tieren funktionieren kann.“ Geht die Gruppengröße darüber hinaus, erkennen sich die Hühner nicht mehr, versuchen allerdings dennoch eine Rangordnung herzustellen, was in der Regel zu aggressivem Verhalten führt.

Umfangreiche Ausstellung

Rund 20 Geflügelrassen werden Karfreitag, 19. April, auf der Kükenschau zu sehen sein. Sauer geht mit der seltenen Rasse Crèvecoeur und Bielefeldern in den Verkauf. Zum ersten Mal werden auch Fasane angeboten. Im Kükenring können Kinder unter Aufsicht Küken streicheln und hochnehmen. An der Tombola gibt es unter anderem einen Tretroller und mit Acrylfarben angefertigte Hühnerbilder zu gewinnen. Wer plant, ein Zuchtpaar zu erwerben, sollte laut Sauer einen eigenen Karton oder Kleintierbox mitbringen, da nicht immer genügend vorrätig sind.

Im Frühjahr ist die Brutzeit. Eine sogenannte Glucke hat es sich bereits im Außengehege bequem gemacht. „Sie ist sehr unruhig, das bedeutet, die Küken sind kurz davor zu schlüpfen oder sind es bereits“, erklärt Sauer. Bei vorsichtigem Anheben der Glucke kommen drei Küken zum Vorschein. „Die Glucke hält die Küken solange warm, bis sie selbst Federn entwickeln“, sagt Tochter Lucy Sauer. Legen die Hühner unbefruchtete Eier, werden diese gegessen oder verschenkt. Einen Unterschied zwischen den Eiern verschiedener Rassen gibt es laut Benedikt Sauer nur in der Pigmentierung der Schale. So legt beispielsweise die Rasse Maran dunkelrote Eier. Werden zwei Hühnerrassen gekreuzt, verändert sich auch die Farbe des Eis. „Geschmacklich ergibt sich kein Unterschied. Allerdings erhalte er immer wieder Rückmeldung, dass die verschenkten Eier um einiges vollmundiger schmecken, als die der Masthühner, die es im Supermarkt zu kaufen gibt“, erzählt der Züchter.

Von Lisa Hausmann

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