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Göttingen Kultusministerin will Gesamtschulablehnung prüfen
Die Region Göttingen Kultusministerin will Gesamtschulablehnung prüfen
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14:13 16.03.2009
Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann
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Die Schulpolitik der Landesregierung steht derzeit auf etlichen Feldern in der Kritik. Lehrerstunden fehlen an vielen Stellen. Die neue Kultusministerin Elisabeth  Heister-Neumann muss deshalb unter anderem auch in Göttingen auf parteiinternen Versammlungen ihr Vorgehen erklären. 

Am Wochenende protestierten rund 150 Eltern beim Ministerbesuch gegen die geplante Umwandlung von Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen, im Landkreis gibt es fünf (Tageblatt berichtete). Proteste richteten sich auch gegen die restriktive Gesamtschulgenehmigungspraxis. Die Landesschulbehörde sieht die laut Gesetz geforderten Schülerzahlen zur Einrichtung neuer Gesamtschulen in Bovenden, Groß Schneen  und Gieboldehausen durch die Elternumfrage im Landkreis nicht als nachgewiesen an. Die Voten für Bovenden aus der nachgelegten Befragung in der Stadt Göttingen will die Behörde nur zu 42 Prozent anerkennen – das ist die Quote der von Göttinger Gesamtschulen mangels Plätzen abgewiesenen Göttinger Schülern. An diesem Punkt wollen auch die CDU-Kommunalpolitiker noch einmal ansetzen.  

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Noch sei nichts entschieden, sagte die Schulpolitikerin und CDU-Kreistagsabgeordnete, Sigrid Jacobi. Sie sehe Chancen, dass die Befragung in der Stadt noch anders bewertet werden könnte. Die Ministerin habe eine Prüfung zugesagt. 

Gesamtschulen nur Ergänzung

Jacobi räumte Informationsmängel und Informationspannen vor der ersten Befragung ein. Das könne man nicht alleine der Verwaltung anlasten. „Wir wissen nicht ausreichend, was die Eltern wirklich wollen.“ Es sei eine Bringschuld gegenüber den Eltern, über die verschiedenen Schulsysteme zu informieren. Jacobi kündigte entsprechende Veranstaltungen an. Kooperative Schulformen seien eine Ergänzung des gegliederten Schulsystems. Es gebe viele Kinder, die Zeit bräuchten, sich zu orientieren. „Wir wollen dem Elternwillen Rechnung tragen.“ Die herkömmlichen Gymnasien müssten aber erhalten bleiben, so Jacobi.

                                                                                                                   Gerald Kräft

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