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Göttingen Kunstquartier: Politik darf nicht entscheiden
Die Region Göttingen Kunstquartier: Politik darf nicht entscheiden
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19:51 23.05.2016
Von Michael Brakemeier
Kunstquartier Göttingen
Kunstquartier Göttingen Quelle: Archiv
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Göttingen

Stadtbaurat Thomas Dienberg erläuterte, dass es bei dem gewählten Verfahren nach EU-Vergaberecht, nicht vorgesehen sei, die Politik an der abschließenden Entscheidung zu beteiligen. Die Politik habe zuvor die über die Eckpunkte des Architektenwettbewerbs befunden.

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Der erste "Kuqua-Treff" zum Sanierungsgebiet „Südliche Innenstadt“, dem Göttinger Kunstquartier und dem Neubau des Ausstellungsgebäudes im Quartier beginnt am Dienstag, 24. Mai, um 19 Uhr in der Paulaner-Gaststätte „Zur alten Brauerei“, Düstere Straße 20a.

Angesichts dieser Tatsache fühlte sich der baupolitische Sprecher der CDU, Hans Otto Arnold, "vorgeführt". So sei die CDU/FDP-Gruppe stets davon ausgegangen, dass auch die endgültige Entscheidung beim Rat liegt. So hatte Dienberg bei der Präsentation der Siegerentwürfe im April noch deutlich gemacht, dass die Verwaltung nach Abschluss der Verhandlungen einen Beschlussvorschlag erarbeite, der in den politischen Gremium diskutiert werden soll.

 

"Wir sind nicht Erfüllungsgehilfen von irgendwelchen Vorschriften", sagte FDP-Frau Felicitas Oldenburg. So wichtige Entscheidungen müsse der Rat an sich ziehen. "Wir möchten, dass die Bürger entscheiden, und sei es über den Rat", sagte die Juristin.

 

Auch Lara Piepkorn (Grüne) zeigte sich überrascht: "Was kann man jetzt noch tun, um den Bau des Siegerentwurfes zu verhindern", fragte sie. Der Entwurf des Ateliers 30 aus Kassel spreche sie jedenfalls nicht an. 

 

In Verhandlungen mit den drei Siegerbüros will die Verwaltung nun unter anderem ausloten, wie diese den Kostenrahmen von 3,2 Millionen Euro für das Galeriegebäude einhalten wollen. Verhandlungstermin ist der 16. Juni. Am 30. Juni soll der Auftrag für die Generalplanung erteilt werden.

 

Im Nachgang zur Sitzung des Bauausschusses kommentierte Arnold: "Herr Dienberg hat es nach über zehn Jahren vergeblichem Bemühen nun endlich beim Kuqua-Projekt geschafft, den gewählten politischen Vertretern die letztendliche Verantwortung für die Gestaltung dieser Stadt abzunehmen und der von ihm umschmeichelten Architektengilde zuzuschieben."