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Göttingen LED-Licht und kein Papier: So sparen Rathäuser im Raum Göttingen Energie
Die Region Göttingen LED-Licht und kein Papier: So sparen Rathäuser im Raum Göttingen Energie
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19:06 13.08.2019
Photovoltaik: Einige Rathäuser der Region gewinnen ihren Strom selbst. Quelle: Kraus
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Göttingen

Wärmedämmung und Blockheizkraftwerk, Solaranlage, E-Fahrzeuge und LED-Lechten: Mit solchen Maßnahmen bemühen sich Kommunalverwaltungen im Landkreis Göttingen um Umweltschutz.

Nachhaltiges Wirtschaften hat viele Aspekte. Mit Energieeffizienzmanagement haben sich eine Reihe von Kommunen der Region, darunter Duderstadt und Friedland, befasst. „Begleitet von der Energieagentur Göttingen und der Klimaschutzagentur Weserbergland haben wir in einem praxisorientierten Prozess viele Kleinigkeiten umgesetzt“, berichtet Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD). So haben unter anderem die Schornsteine des Rathauses eine Klappe erhalten, damit dort keine warme Luft entweichen kann.

„Alle Büros wurden gecheckt“, berichtet Duderstadts Pressespecherein Svenja Eckert. Mitarbeiter der Stadtverwaltung lassen ihre elektrischen Geräte nun über Nacht nicht mehr im Stand-by-Betrieb laufen. Auch Steckdosenleisten werden ausschalten.

„Die Adelebser Verwaltung ist im Zuge des Wohnquartierprogramms, das von der Energieagentur Göttingen betreut wird, in umweltbewussten Heizen und Lüften geschult worden“, berichtet Bürgermeister Holger Frase (SPD). In den Büros kleben nun Streifen, die die Raumtemperatur anzeigen. Um Energie zu sparen, gibt es im Rathaus der Samtgemeinde Radolfshausen kein warmes Wasser mehr. „Es sind nicht alle damit einverstanden, aber Klimaschutz geht vor“, sagt Bürgermeister Arne Behre (SPD). Auch für die neuen Reinigungsmittel wird kein Warmwasser mehr benötigt.

Duderstadt hat ein Blockheizkraftwerk

Erdgasbrennwerttechnik setzt Radolfshausen mittlerweile ein. In Duderstadt versorgt seit 2014 ein kleines Blockheizkraftwerk das Rathaus mit Strom und Wärme. Eine neue Heizung bracht das Adelebser Rathaus, nachdem die alte in diesem Jahr bereits zweimal ausgefallen ist.

Um bessere Werte bei der Wärmedämmung zu erreichen, haben das Duderstädter und das Radolfshäuser Rathaus neue Fenster erhalten. „Wir haben viel Wärmeverlust in den beiden Rathausräumen über der Fahrzeughalle des Bauhofs zu kämpfen“, sagt der Adelebser Bürgermeister. Durch die Tore der Halle kann man durchsehen. Das sorgt im Winter für kalte Füße in den Büros darüber.

Solaranlage auf dem Dach

Adelebsen gewinnt auf dem Dach des Rathauses, aber auch auf der Sporthalle, der Grund- und der Albert-Schweitzer-Schule Strom. Das Rathaus der Samtgemeinde Radolfshausen hat vor zwei Jahren eine Solaranlage auf dem nach Osten zeigenden Teil des Daches erhalten. „Die ertragreichen Premiumflächen auf den samtgemeindeeigenen Dächern sind bereits unter meinem Vorgänger für wenig Geld an externe Betreiber vermietet worden“, sagt Bürgermeister Behre. Hann. Münden bezieht Strom, der zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen wird.

„Wir wollen in diesem Jahr einen Energiespeicher im Radolfshäuser Rathaus aufstellen, um von 2020 an mit dem selbst gewonnenen Solarstrom das neue Elektrofahrzeug des Bauhofs zu betreiben“, kündigt Behre an. Über den Ersatz des kraftstoffbetriebenen Fahrzeugs der Stadtverwaltung durch ein Elektroauto denkt Duderstadt nach.

Umrüstung auf LED-Leuchten

Komplett auf energiesparende LED-Leuchten haben Rathäuser in Friedland und Radolfshausen umgestellt. In Dransfeld, Duderstadt und Hann. Münden werden sie nach und nach eingesetzt, wenn alte Lampen ihren Geist aufgeben. In Adelebsen sind bisher von 19 Rathausräumen vier mit Tageslicht-LED-Leuchten ausgestattet.

„Um Strom für Beleuchtung zu sparen, setzen wir in Dransfeld zum Teil Bewegungsmelder ein“, erzählt der Samtgemeindebürgermeister. „Bei der Neubeschaffung elektrischer Geräte achtet Duderstadt auf Energieeffizienz“, betont Eckert.

Und was ist mit Papier? Hier die Antworten:

Nur noch Recyclingpapier

Ausschließlich Recyclingpapier sehen die Verwaltungen der Samtgemeinden Dransfeld und Radolfshausen ein. Die Stadt Hann. Münden verwendet Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC-Siegel). In Duderstadt steht Mitarbeiter auch normales Papier zur Verfügung. Adelebsen setzt nach Wissen des Bürgermeisters Recyclingpapier nur auf der Toilette ein.

„Bei uns wird nicht mehr so viel ausgedruckt, allein schon weil die Mitarbeiter nicht mehr so volle Schreibtische haben wollen“, berichtet Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Matthias Eilers (SPD). „Wir bedrucken Papier nur noch doppelseitig. Farbausdrucke gibt es kaum noch“, sagt Arne Behre (SPD), der Samtgemeindebürgermeister von Radolfshausen. „Mit der Umstellung auf das Ratsinformationssystem, über das sich Rats- und Ortsratsmitglieder elektronisch informierenm hat sich unser Papierverbrauch um 80 Prozent verringert“, sagt Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD).

Von Michael Caspar

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