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Die Region Göttingen Landeskirchen-Gemeinden wählen Leitung
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16:25 09.03.2012
Von Jörn Barke
Hoffnung auf eine gute Wahlbeteiligung bei der Kirchenvorstandswahl: Banner an der Kirche St. Petri in Grone.
Hoffnung auf eine gute Wahlbeteiligung bei der Kirchenvorstandswahl: Banner an der Kirche St. Petri in Grone. Quelle: Heller
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Göttingen

Die Kirchenvorstände verfügen über größere Budgets und haben – wenn Einrichtungen wie Kindergärten oder Schwesternstationen vorhanden sind – auch eine erhebliche Personalverantwortung. Die Kirchenvorstände leiten die Gemeinden und gestalten zusammen mit den Pastoren die inhaltliche Arbeit – und zwar ohne dass das Damoklesschwert der Verschuldung über den Häuptern schwebt.

Wollen wir mehr Familiengottesdienste feiern? Wie soll der Konfirmandenunterricht gestaltet werden? Soll auf dem Kirchendach eine Photovoltaik-Anlage installiert werden? Wer wird die neue Erzieherin im evangelischen Kindergarten? Mit solchen Fragen befasst sich der Kirchenvorstand ganz konkret. Er entsendet auch Mitglieder in überregionale Gremien wie den Kirchenkreistag.

340 Kandidaten in Göttingen

Kein Wunder also, dass Kirchenvertreter für die Wahlen werben, damit sich möglichst viele Gemeindemitglieder an ihr beteiligen. In der gesamten Landeskirche werden in etwa 1300 Gemeinden 7500 Kirchenvorsteher für die nächsten Jahre gewählt. Weitere 4000 Frauen und Männer werden in das Ehrenamt berufen. Im Kirchenkreis Göttingen stellen sich in 61 Kirchengemeinden 340 Kandidaten zur Wahl. Davon werden 226 gewählt. Anschließend werden 85 weitere Kirchenvorsteher berufen. Wählen dürfen alle Gemeindemitglieder, die mindestens 16 Jahre alt sind.

Oft stellen sich die Kandidaten in den Gemeindebriefen vor und geben Auskunft über ihre Motive und Schwerpunkte. Manche wollen sich besonders um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kümmern, manchen ist der musikalische Bereich besonders wichtig, andere bringen ihre Kompetenz im Bauwesen ein, wieder anderen ist die Ökumene eine Herzensangelegenheit. Die Kirchenvorstandsarbeit lebt auch von den vielfältigen Erfahrungen und Kenntnissen, die die Kirchenvorsteher einbringen.

Um geeignete Kandidatinnen für die Wahl zu finden und um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, hat es im Kirchenkreis Göttingen Wahlmanagement-Seminare gegeben.Der Regionalbischof des Sprengels Hildesheim-Göttingen, Eckhard Gorka hat zudem einen Wettbewerb ausgelobt. Die drei Kirchengemeinden, die die kreativsten Ideen entwickeln, um möglichst viele Menschen zur Wahl zu motivieren, gewinnen einen Gottesdienst mit dem Regionalbischof.