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Göttingen Landgericht Göttingen: 33-Jähriger wegen versuchten Mordes verurteilt
Die Region Göttingen Landgericht Göttingen: 33-Jähriger wegen versuchten Mordes verurteilt
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19:10 30.07.2014
Von Jürgen Gückel
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen/Hann Münden

Er muss sämtliche dem Opfer entstandenen Schäden ersetzen und außerdem 10 000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Der 32 Jahre alte Mittäter, der zur Tatzeit wegen Kindesmissbrauchs elektronische Fußfesseln trug, muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Er ist nicht nur schuldig, dem Komplizen den Tipp auf das spätere Opfer gegeben zu haben, was das Gericht als gemeinschaftlichen schweren Diebstahl wertete, sondern er verstieß außerdem in sieben Fällen gegen Weisungen der Führungsaufsicht.

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Das Amtsgericht Arnstadt hatte ihm jeden Kontakt zu Jugendlichen untersagt. Er nahm trotzdem sieben Mal Kontakt zu einem Jugendlichen auf, traf sich mit ihm und fuhr dreifach mit ihm ohne Führerschein in seinem Auto.

Mit einem Telefonkabel gedrosselt

Im Gegensatz zum Haupttäter, so der Vorsitzende Ralf Günther in der Urteilsbegründung, habe der Fußfesselträger ein nur taktisches Geständis abgelegt. Der 33-Jährige hingegen habe vollständig eingeräumt, dass er  sich in der Wohnung der alten Dame 30 000 Euro in einer Sofaritze erhoffte, dass er die Geldkassette aber nicht finden konnte und er die vor dem Fernseher sitzende Frau dann mit einem Telefonkabel gedrosselt und als dieses riss, sie gewürgt habe.

Er ließ erst von ihr ab, als er glaubte, dass sei tot ist. Das, so Günther, sei ein Mordversuch aus Habgier, mit Heimtücke und zur Ermöglichung einer Straftat (des Diebstahls) gewesen.

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