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Göttingen Landgericht: Weitere Schlappe für früheren Göttinger FDP-Chef
Die Region Göttingen Landgericht: Weitere Schlappe für früheren Göttinger FDP-Chef
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09:50 27.06.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Damit muss der 46-Jährige einer früheren Mieterin 3880 Euro Schadensersatz zahlen. Hinzu kämen mehr als fünf Prozent Zinsen, die seit dem Jahr 2008 angefallen seien, teilte eine Justizsprecherin auf Anfrage mit.

Der 46-Jährige, der 2005 für den Bundestag kandidierte, hatte nach dem Bekanntwerden des Rechtsstreits 2008 seine Parteiämter niedergelegt. In dem Zivilverfahren geht es darum, dass der Jurist einer Mieterin nur sechs Wochen nach ihrem Einzug die Wohnung bereits wieder gekündigt hatte, angeblich wegen Eigenbedarfs. Tatsächlich hatte der Jurist, der auch einige Zeit der Mietrechtskammer am Landgericht Göttingen angehörte, noch vor dem Ende der Auszugsfrist das Haus verkauft und selbst darin eine andere Wohnung bezogen.

Kosten in die Renovierung gesteckt

Daraufhin hatte ihn die Mieterin auf Schadensersatz verklagt, weil sie unter anderem erhebliche Kosten in die Renovierung gesteckt habe. Bereits 2009 hatte das Landgericht entschieden, dass der 46-Jährige der allein erziehenden Mutter Schadensersatz leisten muss. In dem jetzigen Folgeprozess ging es um die konkrete Schadenshöhe. Auch hier blieben alle Versuche des Juristen, die Schadensersatzforderungen abzuwehren, erfolglos.

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