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Göttingen Landkreis kann Schutzkleidung an Krankenhäuser und Pflegeheime liefern
Die Region Göttingen Landkreis kann Schutzkleidung an Krankenhäuser und Pflegeheime liefern
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14:08 29.03.2020
Eine FFP2 Atemschutzmaske: Sie schützt vor Ansteckung durch andere. Quelle: dpa
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Göttingen

Schutzausstattung und Desinfektionsmittel sind derzeit im gleichen Maße notwendig, wie schwer zu beschaffen. Für den Landkreis haben die Versorgung von Einrichtungen des Gesundheitswesens(hier insbesondere Krankenhäuser, Alten-und Pflegeheime und ambulante Pflegedienste) sowie Einsatzkräften der Rettungsdienste oberste Priorität. Erste Lieferungen von Schutzmasken, Schutzanzügen und -kitteln, Einmalhandschuhen und Schutzbrillen konnten in den vergangenen Tagen an Krankenhäuser und Pflegeheime organisiert werden, heißt es in einer Mitteilung des Landkreis Göttingen.

„Das ist ein wichtiger Teilerfolg bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im Landkreis Göttingen“, erklärte Kreisrätin Marlies Dornieden. Allerdings seien nur vergleichsweise geringe Stückzahlen geliefert worden, die den dringenden Bedarf allenfalls kurzzeitig werden decken können. Auch der zeitliche Verzug seit der Abfrage vor einigen Tagen sei nicht im Sinne des Landkreises. „Der Aufbau der zentralen Beschaffung dringend benötigter Materialien und der Beginn der Auslieferung sind aber Meilensteine im Krisenmanagement“, machte Kreisrätin Dornieden deutlich. Daher sei sie dem Land Niedersachsen grundsätzlich sehr dankbar für die Materialien, gleichwohl bleibe der Bedarf hoch.

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Bestände aufbauen und zentral verteilen

Die Materialbeschaffung sei eine zentrale Herausforderung für den Stab SAE Covid-19 des Landkreises. Er nutze unterschiedliche Mittel, darunter auch den Bezug bei regionalen Herstellern; die freiwillige Unterstützung von Gemeinden, Einrichtungen und Gewerbetreibenden; Aufrufe an Beschäftigte und Bevölkerung über das Intranet der Kreisverwaltung und die Landkreis-Webseite, Ideen und Hinweise beizusteuern; der Aufbau eigener Lieferketten, beispielsweise bei der Herstellung von Desinfektionsmittel aus verfügbaren Chemikalien aus den Schulen. So könnten zumindest begrenzte Bestände aufgebaut und zentral verteilt werden.

Die Ausgabe der Materialien erfolge nach einer strikten Prioritätenliste. Zuerst würden Krankenhäuser und– mit Unterstützung der Stadt Göttingen – der Rettungsdienst ausgestattet, dann Alten-und Pflegeheime, anschließend der erweiterte Rettungsdienst und weitere Akteure. Anhand erstellter Listen bezugsberechtigter Einrichtungen und Institutionen werde der Bedarf strukturiert abgefragt. Nur wer einen Notbedarf nachweise, könne bedient werden.

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Von chb