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Die Region Göttingen Landkreis Göttingen öffnet schrittweise die Kreishäuser
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07:00 17.05.2020
Der Landkreis Göttingen öffnet schrittweise seine Kreishäuser in Göttingen und Osterode – hier das Verwaltungsgebäude in Göttingen. Quelle: Hinzmann
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Landkreis Göttingen

Die Kreishäuser werden während der Pandemie schrittweise geöffnet, teilt die Pressestelle der Kreisverwaltung mit. Die telefonische Erreichbarkeit solle ausgeweitet, „der Zeitrahmen für Terminvergaben voll ausgenutzt“ werden. Ziel sei ein besserer Service für die Bürger – „bei gesichertem Infektionsschutz für Besucher und Beschäftigte“.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hatte die Kreisverwaltung am Mitte März die Erreichbarkeit eingeschränkt. „Kreishäuser und Außenstellen waren für ungeregelten Besucherverkehr geschlossen“, so Verwaltungssprecher Ulrich Lottmann. Persönliche Kontakte seien seitdem „nur in absolut notwendigen Fällen und mit Termin möglich“ gewesen. Telefon, Mail, Fax und Post hätten im Mittelpunkt gestanden. Jetzt weite die Kreisverwaltung die Erreichbarkeit „kontrolliert und schrittweise wieder aus“.

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Trotz Teilöffnung: Kontaktlose Kommunikation bevorzugt

Zunächst werde es eine Teilöffnung der Kreisverwaltung für Besucher geben, so Lottmann. „Unverändert bleibt aber die Grundlinie, Kommunikation soweit wie möglich kontaktlos zu gestalten.“ Im Gegenzug werde die zeitliche Erreichbarkeit der Kreisverwaltung deutlich ausgeweitet, damit „ein flexiblerer und schnellerer Service für die Menschen im Landkreis möglich“ werde.

Lottmann nennt drei Kernpunkte. Erstens: Telefonische Kontakte. Beschäftigte der Kreisverwaltung seien ab sofort montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 13.30 bis 16 Uhr „verbindlich erreichbar“. In dieser Zeit könnten Termine vereinbart und allgemeine Fragen geklärt werden. „So verdoppelt die Kreisverwaltung nahezu die Zeit gesicherter Kontaktaufnahme zumindest telefonisch von bislang elf auf 20 Stunden.“

Täglich zwischen 6.30 und 19.30 Uhr sind Termine möglich

Zweitens: Für Termine stehe grundsätzlich der Zeitraum montags bis freitags, jeweils zwischen 6.30 und 19.30 Uhr zur Verfügung. Der volle Arbeitszeitrahmen der Kreisverwaltung wird genutzt. Voraussetzungen seien, „dass der persönliche Kontakt unbedingt erforderlich ist und die benötigten Fachleute für das Anliegen verfügbar sind“.

Drittens würden die Kreishäuser in Göttingen und Osterode für Besucher geöffnet. Die jeweiligen Zugangsregelungen sein vor Ort „gut sichtbar ausgehängt“, so Lottmann. Eine Anmeldung an den Informationsschaltern sei erforderlich. Die Verwaltungsgebäude an den weiteren Standorten der Kreisverwaltung blieben „für den ungeregelten Besucherverkehr“ geschlossen.

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In den Kreishäusern gilt Masken-Pflicht

Entsprechend den Abstandsregeln würden Wartezonen eingerichtet. Da am Informationsschalter keine Warteschlangen entstehen sollen, seien Dienstleistungen wie das Ausstellen von Beglaubigungen oder der Verkauf von Abfall- und Laubsäcken, Vorsortiertüten dort nicht möglich.

Beim Besuch in den Kreishäusern seien die bekannten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen zu beachten, betont Lottmann. In den Gebäuden gelte „die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. In den Eingangsbereichen gibt es die Möglichkeit zur Handdesinfektion. Besuchern mit Erkältungssymptomen wird kein Einlass gewährt.“

Für Kfz-Zulassungsstellen gilt eine gesonderte Regelung

Eine gesonderte Regelung werde es für die Kfz-Zulassungsstellen geben. „Hier gibt es eine große Nachfrage von Kundinnen und Kunden“, so Lottmann. „Diesen Anforderungen soll entsprochen werden, ohne Abstriche beim Infektionsschutz zu machen. Dafür werden technisch, organisatorisch und personell die Voraussetzungen geschaffen.“ Die Regelungen würden „in Kürze der Öffentlichkeit“ vorgestellt.

Für Fragen und Hinweise zum Thema Corona-Virus haben Stadt und Landkreis Göttingen ein Bürgertelefon eingerichtet: 0551/70 75-100. Diese Service-Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 12 sowie von 15 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 9 und 11 sowie von 15 bis 16 Uhr erreichbar.

Corona-Hotline für wirtschaftliche Notfälle eingerichtet

Für Gewerbetreibende biete die Wirtschaftsförderung Region Göttingen WRG Informationen auf ihrer Webseite an, so Lottmann. Die WRG sei für Fragen unter 0551/525-4980 erreichbar. Eine gesonderte Information für Selbstständige und Freiberufler sei auf der Webseite des Landkreises eingestellt. „Bei unklaren Fallkonstellationen steht die Corona-Hotline wirtschaftliche Notfälle des Landkreises zur Verfügung“, teilt Lottmann mit: Von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr – Telefon 0551/525-3001 oder per Mail an: Corona-Hilfen@landkreisgoettingen.de.

Die Betreuung und Versorgung Hilfebedürftiger werde in den Städten und Gemeinden des Landkreises über Ortsräte, Familienzentren, Seniorenobleute, Nachbarschaftshilfen, Bürgerinitiativen und Vereine gewährleistet. Der Kontakt könne über die Rathäuser und Gemeindeverwaltungen hergestellt werden. Die Kreisverwaltung empfiehlt Bürgern, die kostenlose „KATWARN“-App von Landkreis und Stadt Göttingen für Smartphone oder den Tablet herunterzuladen. Lottmann: „Hier werden wesentliche Nachrichten und Warnungen eingestellt. Sie steht im jeweiligen App-Store bereit.“

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Von Stefan Kirchhoff

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