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Göttingen Keine Chance für IGS in Duderstadt
Die Region Göttingen Keine Chance für IGS in Duderstadt
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17:00 19.11.2018
Haben wenig Aussicht auf Erfolg: die Forderungen der Elterninitiative IGS Duderstadt. Quelle: r
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Göttingen

Der Entwurf für den Schulentwicklungsplan des Landkreises Göttingen bis 2021 sorgt weiter für Diskussionsstoff. Forderungen und Vorschläge der Elterninitiative IGS Duderstadt für eine Integrierte Gesamtschule im östlichen Landkreis weist Schuldezernent Marcel Riethig (SPD) zurück.

Seitdem das Bistum Hildesheim Anfang vergangenen Jahres beschlossen hat, die katholische IGS in Duderstadt auslaufen zu lassen, kämpft die Elterninitiative für eine Weiterführung der Schule. Der Entwurf des Schulentwicklungsplanes, der das nicht vorsieht, hat die Eltern erneut auf den Plan gerufen. Riethig, der die Forderung bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen hat, spricht von „altem Wein in neuen Schläuchen“. Eine Übernahme der IGS in Trägerschaft des Landkreises sei nach wie vor schulrechtlich ausgeschlossen.

Voraussetzungen nicht erfüllt

Zu den rechtlichen Voraussetzungen für die Neugründung einer IGS in öffentlicher Trägerschaft gehöre der Nachweis der Vierzügigkeit über einen Zeitraum von zehn Jahren, sagt Riethig. Diese Zahlen würden im Raum Duderstadt – auch bei Hinzuziehung des östlichen Landkreises – nicht erreicht. Wer die Einrichtung einer IGS im östlichen Landkreis propagiere, müsse sagen, woher die Schüler kommen sollen. Und er müsse erklären, wie die Gefährdung bestehender Schulen vermieden werde. Sonst täusche er die Öffentlichkeit über die Folgen der Forderung.

Bei der öffentlichen Anhörung zum Schulentwicklungsplan hat es aus Sicht der Kreisverwaltung viele Stellungsnahmen gegeben, die sich differenziert und in Teilen positiv mit dem Entwurf auseinandersetzen. Neben Planungssicherheit und Transparenz nennt die Verwaltung als positive Beispiele die Beibehaltung der Schulbezirke und den Verzicht auf die Einrichtung neuer Schulformen. Die Schulbezirke seien historisch gewachsen und würden weitestgehend den Elternwünschen entsprechen, für die Einrichtung neuer Schulformen sei kein ausreichender Elternwille erkennbar.

Kreistag entscheidet im Dezember

Als Unterstellung weist die Verwaltung zurück, dass mittels der Haushaltsplanung Fakten geschaffen würden. Die Entscheidung über den Planentwurf treffe der Kreistag, Vorfestlegungen seitens der Kreisverwaltung gebe es nicht. Nach einer Beschlussempfehlung des Schulausschusses in seiner Sitzung am 29. November soll der Kreistagsbeschluss zum Schulentwicklungsplan voraussichtlich am 18. Dezember erfolgen.

Vor der Beratung des Planentwurfs in der CDU-Kreistagsfraktion haben Äußerungen deren schulpolitischen Sprechers Jens Haepe Landrat Bernhard Reuter (SPD) verärgert. Haepe hatte Visionen für die Schulentwicklung und Planungssicherheit für Schulstandorte vermisst. Als „völlig inakzeptabel“ kritisierte er den Vorschlag, den Landrat zu ermächtigen, Schulen künftig bei Unterschreitung der Zweizügigkeit zu schließen. Dieses Recht, das die CDU auf den Kreistag übertragen wolle, sei bislang dem Kreisausschuss vorbehalten. Der Schuldezernent habe einige Standorte im ländlichen Raum wie Bad Sachsa und Badenhausen angezählt, meinte Haepe: „Bevor Landrat Reuter diese aus der warmen Amtsstube heraus schließt, sollte darüber diskutiert werden – mit allen Beteiligten, öffentlich, im Kreistag.“

Als „irreführend und aggressiv“ hat Reuter die Äußerungen Haepes zurückgewiesen, die „das Gesprächsklima vergiften“. Haepe habe der Sache und der CDU-Kreistagsfraktion mit ihrer bisher konstruktiven Haltung einen Bärendienst erwiesen. Sowohl die Kreisverwaltung als auch die CDU-Fraktion bestätigen, dass zurzeit weitere Gespräche zum Schulentwicklungsplan laufen würden.

Von Kuno Mahnkopf

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