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Die Region Göttingen Landkreis Göttingen will Finanzloch bis Dezember noch stopfen
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19:13 09.09.2019
Die Kosten für die Abfallwirtschaft sind im Landkreis Göttingen in diesem Haushaltsjahr höher als sonst. Vor allem in die Erweiterung der Deponie Hattorf muss investiert werden. Quelle: dpa
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Göttingen

Noch läuft das Haushaltsjahr und noch besteht Hoffnung, dass das Jahresergebnis des Landkreises Göttingen nicht im Minus landet. Im Moment wäre das der Fall. Mit zwei Millionen Euro steht der Kreis in den roten Zahlen. Das geht aus dem Halbjahresbericht 2019 des Landkreises Göttingen hervor, der im Finanzausschuss vorgestellt worden ist. Finanzdezernentin Marlies Dornieden (CDU) jedenfalls sieht positiv in die Zukunft. „Wir gehen davon aus, dass wir ein ausgeglichenes Jahresergebnis haben werden“, sagte sie. Im zweiten Halbjahr würden nämlich weitere Verbesserungen im Vergleich zur Prognose erwartet, begründete sie ihren Optimismus.

Die meisten geplanten Investitionen werden voraussichtlich abgeschlossen werden können. Im Moment meldet die Kreisverwaltung rund vier Millionen Euro Haushaltsreste im Ergebnishaushalt. Geplant war ursprünglich ein Jahresergebnis für 2019 von einer halben Million Euro.

100 Stelle sind derzeit nicht besetzt

Aktuell sind in der Kreisverwaltung knapp 100 Stellen nicht besetzt. Davon sind alle Fachbereiche betroffen, informiert Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann auf Nachfrage. Eine Einsparung ist hier zwar finanziell zu messen, allerdings bleiben natürlich Arbeit und Aufgaben unbewältigt. Geplante Maßnahmen müssen verschoben werden, weil sich auf Ausschreibungen hin keine Firmen melden oder aber inakzeptable Forderungen stellen. Natürlich sind auch verzögerte Maßnahmen nicht im Sinne des Erfinders.

Hohe Ausgaben musste und muss der Landkreis im Bereich der Abfallwirtschaft tätigen. So soll die Entsorgungsanlage Hattorf am Harz künftig auf ihrem Polder 2 Abfälle der Deponieklasse II (nicht gefährliche Abfälle mit organischem Anteil) einlagern. Um das zu ermöglichen, will der Landkreis mehrere Millionen Euro investieren.

38 Kündigungen im Laufe des Jahres

„Den erwarteten Ausgleich zum Jahresende begrüße ich sehr“, sagte Ausschussmitglied Harm Adam (CDU). An die Adresse von Dornieden gewandt fügte er hinzu: „Im Moment kann ich Ihnen nur eine gute Arbeit bescheinigen.“ Auf den Hinweis der Dezernentin, dass immer wieder Beschäftigte der Kreisverwaltung ihr Arbeitsverhältnis kündigen, wollte Ausschussmitglied Hans-Georg Schwedhelm (p2) wissen, welche Gründe dafür vorliegen. Die seien ganz unterschiedlich, sagte Dornieden und zählte auf: „Der Partner geht in eine andere Stadt und man geht mit. Es locken auch Angebote großer Arbeitgeber, bei denen Arbeitnehmer eher die Hoffnung haben, voranzukommen. Junge Menschen sind oft nicht fest auf einen Standort fixiert. Einige zieht es in die Landeshauptstadt. Es liegt aus meiner Sicht nicht daran, dass wir keine flexiblen Arbeitszeiten anbieten.“

Beim Landkreis Göttingen sind rund 1600 Frauen und Männer beschäftigt, durchschnittlich 32 von ihnen kündigen im Laufe eines Jahres. In diesem Jahr werden es mindestens 38 sein.

16 Millionen Euro Jahresergebnis 2018

Das Haushaltsvolumen des Landkreises Göttingen liegt beim Ergebnishaushalt bei rund 633 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte das Jahresergebnis bei 16,6 Millionen Euro gelegen. Auch hier ein nur zum Teil beziehungsweise scheinbar gutes Ergebnis, weil auch 2018 geplante Maßnahmen nicht vergeben werden konnten.

Von Ulrich Meinhard

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