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Göttingen Landkreis muss bis 2012 neue Überschwemmungsgebiete festlegen
Die Region Göttingen Landkreis muss bis 2012 neue Überschwemmungsgebiete festlegen
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19:17 29.07.2009
Jahhrhunderhochwasser: Die Grenzen neu festgelegter Überschwemmunsgebiete verlaufen mitten durch Mündens Altstadt.
Jahhrhunderhochwasser: Die Grenzen neu festgelegter Überschwemmunsgebiete verlaufen mitten durch Mündens Altstadt. Quelle: NLWKN
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In Kooperation mit dem Land Hessen hat der niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) jetzt die Überschwemmungsgebiete für die Weser, die Werra, die Fulda und die Gande in den Landkreisen Göttingen und Northeim neu ermittelt und damit vorläufig gesichert. Betroffen ist ein Weserabschnitt von 32,4 Kilometern Länge zwischen dem Zusammenfluss von Werra und Fulda bis zur Landesgrenze bei Bodenfelde.

Die Überschwemmungsgebiete (ÜSG) der Fulda wurden in einem 21,3 Kilometer langen Bereich zwischen der Landesgrenze und der Einmündung in die Weser neu festgestellt. Gleiches gilt für den 12,3 Kilometer langen Flussabschnitt der Werra. Das ÜSG der Gande wurde auf den 13,2 Kilometern zwischen Kreiensen und Altgandersheim neu ermittelt.

Die Arbeiten seien notwendig geworden, da die letztmalige Festlegung von Überschwemmungsgebieten in diesem Bereich zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgt sei, teilte die Behörde gestern mit. Neben Veränderungen an den Gewässern selbst sei zudem auch die Messmethodik deutlich verbessert worden. Das niedersächsische Wassergesetz verlangt die Neufestsetzung der Überschwemmungsgebiete bis Mai 2012.

Die Ergebnisse sind in Arbeitskarten zusammengestellt, die bei den Landkreisen Northeim und Göttingen während der üblichen Bürozeiten eingesehen werden können. Darüber hinaus sind sie auch im Internet unter www.nlwkn.de, Unterpunkt „Hochwasser- und Küstenschutz“, oder auf dem Kartenserver des Umweltministeriums zu finden.

Die Karten zeigen, welche Bereiche der Region bei einem Hochwasser, wie es statistisch einmal in hundert Jahren zu erwarten ist, überschwemmt wären. Die endgültige Festsetzung der ÜSG erfolgt durch die Landkreise in einem nachgeschalteten öffentlichen Verfahren. In den von der neuen sogenannten HQ-100-Linie eingegrenzten Gebieten dürfen schon jetzt ohne Genehmigung kein Grünland umbrochen, die Erdoberfläche erhöht oder vertieft, gebaut, Bäume gepflanzt sowie Stoffe, die den Wasserabfluss hindern können, gelagert werden. Mit Ausnahme der Schede wurden die Gebiete zuletzt vor rund 100 Jahren anhand der Ausdehnung des Katastrophenhochwassers vom Februar 1909 festgesetzt.

Von Gerald Kräft

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