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Göttingen Raumnot aufgrund erhöhter Anmeldungen
Die Region Göttingen Raumnot aufgrund erhöhter Anmeldungen
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10:26 24.03.2017
Von Michael Caspar
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen/Bad Lauterberg

Riethig schlug eine Beschränkung der Schülerzahlen an der erstmals siebenzügigen KGS Bad Lauterberg vor. Anderenfalls würden sich die Raumprobleme in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Damit Eltern ihre Kinder nicht stattdessen an der sechszügigen KGS Gieboldehausen anmeldeten und dort ähnliche Raumprobleme verursachten, solle die Begrenzung auch dort gelten.

Einen solchen Beschluss wollte der Ausschuss jedoch dem Kreisausschuss nicht empfehlen. Eine Beschränkung könne zu einem Einbruch der Schülerzahlen führen, gab der Ausschussvorsitzende, Jens Haepe (CDU), zu bedenken. Ein Schulleiter würde sich daher um die „kreative Nutzung vorhandener Räume“ bemühen. So sei es in Bad Lauterberg. Der dortige Schulleiter habe der Verwaltung eine schulinterne Lösung des Raumproblems zugesagt.

Das stieß im Auschuss auf Skepsis. Maria Gerl-Plein (Grüne) bezweifelte ein „gutes Lernklima“. Arbeitnehmervertreter Thomas Dornhoff verwies auf die „Belastung“ der Beschäftigten. Anbauten schloss Riethig mit Verweis auf schwach ausgelastete andere Schulen der Umgebung aus. Für die von der FDP angeregte Einrichtung einer Außenstelle sei eine Genehmigung der Schulbehörde erforderlich. Lothar Dinges (FWLG) mahnte eine „gründliche Schulentwicklungsplanung“ an. Dann würde der Landkreis „weniger reagieren und mehr agieren“.

Freier Zugang zu Gesamtschulen in und um Göttingen

Die Satzung, die Stadt- und Landkreiskindern gleichberechtigten Zugang zu den vier Gesamtschulen in und um Göttingen gewährt, hat einmütige Zustimmung im Schulausschuss des Landkreises gefunden. „Bewährt“ habe sich die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, erklärte Wolfgang Meyer (SPD). Nach der Auflösung der Haupt- und Realschulen sei die Satzung allerdings rechtlich neu zu regeln. Von einem „guten Modell“, das jedem Kind den Besuch einer Gesamtschule ermögliche, sprach Eckhard Fascher (Linke). Von solchen Verhältnissen träumten die Menschen im Osten und Westen des Landkreises nur, sagte Lothar Dinges (FWLG). Jens Haepe (CDU) appellierte an die Mehrheitsgruppe von SPD, Grünen und Freien Wählern, doch noch eine Oberschule in den Räumen der 2008 renovierten Heinrich-Heinrich-Schule einzurichten.