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Göttingen Landschaftspflegeverband Göttingen hofft auf Förderung
Die Region Göttingen Landschaftspflegeverband Göttingen hofft auf Förderung
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04:31 17.04.2014
Obstwiese in Dransfeld: Abgeordneter Ronald Schminke (v.l.), Minister Meyer, Mathias Eilers, Klaus König. Quelle: Hinzmann
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Dransfeld

Insbesondere mit seinem Streuobstwiesenprojekt und der Unterstützung extensiver Beweidung soll versucht werden, die Reste der traditionellen Kulturlandschaft und damit die Vielfalt zu erhalten. Der Landschaftspflegeverband hofft auf angepasste Agrarumweltprogramme des Landes und Unterstützung von Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne).

Am Montag machte sich der Minister persönlich ein Bild vor Ort auf der Streuobstwiese. Auf Einladung der SPD sprach er anschließend mit Imkern im Landhotel Zur Krone. Die Pflege und Wiedernutzung von Streuobstwiesen, die keine wirtschaftliche Bedeutung mehr haben, ist für den Landschaftspflegeverband ein Problem.

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Noch gibt es kein spezielles Förderprogramm. Für die extensive Beweidung von Hanglagen gibt es 200 Euro je Hektar. „Da muss noch etwas oben drauf kommen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Klaus König. „Sonst werden wir keine Tiere mehr in der Landschaft halten können.“ Eine Zusage gab es vom Minister für das besondere südniedersächsische Problem nicht.

Imker für Dransfeld gesucht

„Wir sind noch am Kombinieren“, sagte Meyer. Derzeit seien noch noch Details und Zuschnitte der Agrarumweltprogramme für die neue EU-Förderperiode in Arbeit. Den Imkern kann die Pflege von Streuobstwiesen nur recht sein, auch wenn es dort nur eine kurze Blütenzeit gibt.

Dem Kreisimkerverband gehörten noch rund 260 Imker an mit im Schnitt sechs bis acht Bienenvölkern, so deren Vorsitzender Uwe Dzeia. In Dransfeld selbst sind es noch fünf. Gesucht wird auch noch ein Imker für die Dransfelder Wiese mit 90 hochstämmigen Obstbäumen. „Wir versuchen zusammenzubringen, was zusammengehört“, so König. Im Juni gibt es einen „Tag der offenen Tür“ auf der Wiese.

Von Gerald Kräft