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Göttingen Landvolk-Präsident beim Sommerempfang
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21:18 15.08.2019
Sommerempfang der CDU-Kreistagsfraktion im Saal des Restaurants Wellenreiter in Seeburg - mit Gastredner Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landvolks Niedersachsen. Quelle: Markus Riese
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Seeburg / Landkreis

Über „Unsere Landwirtschaft und gesunde Ernährung“ referierte Albert Schulte to Brinke, Präsident des Landvolks Niedersachsen, am Donnerstagabend beim Sommerempfang der CDU-Kreistagsfraktion Göttingen im Saal des Restaurants Wellenreiter am Seeburger See.

Viele Themen auf der Agenda

„Wenn wir weiterkommen wollen, brauchen wir ein neues Denken, das moderne Technik mitnimmt, aber es muss wissenschaftlich fundiert sein“, leitete er seinen Vortrag ein, nachdem er vom Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Harald Noack, anmoderiert worden war.

Die CDU-Kreistagsfraktion hatte auch in diesem Jahr wieder ins Restaurant Wellenreiter nach Seeburg eingeladen.

In der Folge widmete sich Schulte to Brinke verschiedenen – durchaus auch kritischen – Themen und Fragestellungen aus dem weiten Spektrum der Landwirtschaft. Tierwohl, Klimaziele, Aufforstung, Düngeverordnung, Biodiversität, Naturschutz, Preisgestaltung und Qualitätssicherung – der Landvolk-Präsident ließ all dies in seiner Rede anklingen.

Verpflichtendes Tierwohl-Label gefordert

Beim Thema Tierwohl betonte der Inhaber eines Milchvieh-Betriebes, dass es ihm stets um die Gesundheit der Tiere gehe. Vorkommnisse auf einigen Schlachthöfen, auf denen das Tierwohl nicht mehr gewährleistet sei, dürften nicht zur Regel werden. „Wir brauchen da klare Positionen eben auch zu solchen kritischen Themen“, sagte Schulte to Brinke vor den knapp 100 Gästen aus Politik und Gesellschaft. „Wir wollen das verpflichtende Tierwohl-Label“, stellte er heraus.

Mehr qualitativer Naturschutz

Kritisch setzte sich der Landvolk-Präsident auch mit Naturschutzgebieten auseinander. Die Anzahl der Gebiete sei aus seiner Sicht nicht entscheidend: „Wir brauchen mehr qualitativen Naturschutz“, formulierte er eine klare Forderung. Wenn der Rückgang von Wildbienen ausgerechnet in Naturschutzgebieten beobachtet werde, dann müsse man sich die Frage stellen, was in diesen Gebieten schief laufe.

Erzeugungsmethoden bewerten

Beim Thema Fleisch gebe es heute „keinen messbaren Qualitätsunterschied mehr“. Die Ware aus dem Discounter sei nicht schlechter als jene vom Fleischer. Bewertet werden müssten deshalb die Erzeugungsmethoden, denn da gebe es sehr wohl Unterschiede. Hinsichtlich der Preise wünschte sich Schulte to Brinke eine höhere Wertschätzung, betonte aber auch, dass wohl kein Politiker ein wirkliches Interesse an steigenden Preisen habe.

Seinen abschließenden Appell richtete er an die anwesenden Volksvertreter aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik: „Wir brauchen mutige Politiker, die nicht versuchen, ihr Handeln nach dem vermeintlichen Mainstream auszurichten.“

Noack fordert Senkung der Kreisumlage

Schon vor dem Vortrag des Landvolk-Präsidenten hatte CDU-Frakitonschef Noack das Mikrofon ergriffen und einige Worte an die Gäste gerichtet. Er lobte, dass der „große Landkreis im Süden Niedersachsens zusammegewachsen ist“. In Richtung von Landrat Bernhard Reuter (SPD) betonte, dass der Landkreis wirtschaftlich als Marke bekannter werden müsse.

Albert Schulte to Brinke (r.) mit Harald Noack. Links: der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler. Quelle: Markus Riese

Außerdem forderte er eine Absenkung der Kreisumlage: „Bei einer Überschussrücklage des Landkreises Göttingen von etwa 32 Millionen Euro ist es unverantwortlich, nicht die Kreisumlage temporär um wenigstens einen Prozentpunkt – richtig wären zwei Prozentpunkte – zu senken und damit den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, in eigener Verantwortung die zusätzlichen Mittel für ihre Belange und ihre Bevölkerung einzusetzen“, so Noack.

Von Markus Riese

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