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Göttingen Keine Trinkwasserprobleme, aber Landwirte befürchten Ernteausfälle
Die Region Göttingen Keine Trinkwasserprobleme, aber Landwirte befürchten Ernteausfälle
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00:20 20.04.2019
Mit Blick auf die aktuelle Wasser- und Wetterlage fehlt den Landwirten das Wasser auf den Feldern. Die Situation kann sich weiter verschlechtern, es drohen auch in diesem Jahr Ernteausfälle. Quelle: Christina Hinzmann
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Landkreis

 Zu Ostern soll es warm werden. Bei den angekündigten Temperaturen um die 20 Grad Celsius werden bei zahlreichen Menschen Erinnerungen daran wach, dass im vergangenen Jahren Ende April eine Wärmeperiode eintrat, die bis September anhielt.

Fördertiefe bei etwa 100 Metern

Angesichts der Tatsache, dass durch den geringen Niederschlag im vergangenen Jahr die Wasserreserve noch nicht an allen Stellen wieder aufgefüllt sind, haben insbesondere die Landwirte bedenken, wenn es dieses Jahr erneut nur geringe Niederschlagsmengen gebe. Auch um die Trinkwasserversorgung machen einige sich bereits Gedanken, doch hier gebe es zumindest für dieses Jahr noch keine Probleme im Landkreis erklären die Wasserversorger. „Wir fördern das Wasser aus tieferen Stockwerken mit unseren Tiefförderbrunnen, und erwarten daher keine Einschränkungen“, erklärt Sandra Ramdohr vom Wasserverband Peine, zuständig für die Wasserversorgung im Bereich Dransfeld. Die Fördertiefe liege bei etwa 100 Metern. Doch auch wenn zunächst keine Einschränkungen zu erwarten sein, so werde die Situation genau beobachtet. „Hierzu verwenden wir verschiedene Modelle“, sagt Ramdohr. Die Neubildung von Grundwasser sei zudem ein Vorgang, der über mehrere Jahre hinweg stattfinde. „Sollten wir feststellen, dass es aufgrund längerer Trockenperioden zu Problemen bei der Trinkwasserversorgung kommen könne, müssen wir gemeinsam mit den Behörden überlegen, wie wir diese sicherstellen können“, sagt Ramdohr.

Langfristige Auswirkungen nicht absehbar

Auch der Technische Geschäftsführer des Wasserverbandes Leine-Süd, Christoph Kraaibeek, zuständig für Wasserversorgung in den Gemeinden Friedland und Rosdorf sieht für dieses Jahr noch keinen Grund zur Sorge. „Natürlich sind wir nach dem vergangenen Jahr sensibilisiert, und kontrollieren die Versorgung regelmäßig“, sagt Kraaibeek. Die Auswirkungen auf die Wasserversorgung in den kommenden Jahren, wenn es erneut längere Trockenphase gebe, seien noch nicht abzusehen. Manfred Kuhlmann (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Gleichen geht davon aus, dass es dieses Jahr in der Gemeinde keine Engpässe bei der Trinkwasserversorgung geben wird. „Wir könnten im Notfall unsere Wasserversorgung umverteilen und die betroffenen Dörfer an einen anderen Brunnen anschließen“, erklärt er.

Größere Probleme als im Vorjahr möglich

Größer als bei den Wasserversorgern sind die Sorgen bei den Landwirten. „Der Unterboden ist noch nicht wieder durchfeuchtet“, sagt Kreislandwirt Hubert Kellner. Dennoch sei jetzt ein gutes Arbeiten möglich gewesen und die Rüben seien in der Erde und der Mais werde derzeit gelegt. Dennoch befürchtet Kellner, sollte es wieder lang anhaltend warm und trocken sein, größere Schwierigkeiten als im Vorjahr. „Vergangenes Jahr haben wir noch davon profitiert, dass die Böden wegen der zahlreichen Niederschläge aus 2017, noch nass waren“, sagt Kellner. Dieses Jahr sei dies aber anders, auch dadurch, dass es im Winter kaum Schnee gegeben habe, der den Boden durchfeuchten konnte. „Wenn es wieder so extrem wird, kann es sein, dass wir bereits Mitte Juni mit der Ernte begingen. Das wäre dann wirklich extrem“, berichtet er. Im Harz sei die Situation hingegen weniger schwierig, da dort Schnee gefallen sei und den Boden durchfeuchtet habe. „Wir arbeiten in und mit der Natur und müssen uns auf die Gegebenheiten einstellen“, erklärt Kellner. Dennoch hoffe er, dass es dieses Jahr keine extreme Trockenheit gebe.

Von Vera Wölk

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