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Göttingen Landwirte starten Getreideernte nach Regenwoche
Die Region Göttingen Landwirte starten Getreideernte nach Regenwoche
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18:14 15.07.2009
Erntebeginn für Getreide aus der Region: Klaus Wiebusch drischt Wintergerste südlich von Waake.
Erntebeginn für Getreide aus der Region: Klaus Wiebusch drischt Wintergerste südlich von Waake. Quelle: Hinzmann
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Rund 60 Hektar Gerste hat der Groß Lengder Landwirt Heinrich Klingelhöfer in diesem Jahr in Gleichen und bei Waake angebaut. Den ersten Ernteversuch unternahm er vor einer Woche, musste ihn aber abbrechen. Am Dienstag lag der Feuchtigkeitsgehalt der Pflanzen am Mittag noch bei 18 Prozent – zuviel. Maximal 15 Prozent sollten es sein.

Am Nachmittag nach einer weiteren Messung setzte Mitarbeiter Klaus Wiebusch den Mähdrescher doch noch in Gang. Klingelhöfer rechnet mit einer sehr guten Ernte. Der Regen habe der Gerste nicht geschadet. „Was uns bekümmert, ist der niedrige Preis.“ Derzeit gebe es noch nicht einmal neun Euro je Doppelzentner ( 100 Kilogramm). Das ist fast die Hälfte der Preise der Ernte im vergangenen Jahr.

Regen gut für Weizen

Der Ernteertrag liegt bei acht Tonnen je Hektar. Der Mähdrescher schafft rund zwei bis drei Hektar in der Stunde, wenn es gut geht. Noch ist die Gerste nicht überall reif. Klingelhöfer hofft auf wieder steigende Preise. Sein Hof hat Lager- und Trocknungskapazitäten. Er muss also nicht sofort verkaufen.

Auf dem Groß Lengder Ackerbaubetrieb werden auch noch Weizen, Raps und Rüben angebaut. Eine Ernteprognose wagt Klingelhöfer noch nicht. Der Regen der vergangenen Woche habe dem späten Weizen aber gut getan, so der Landwirt.

Auf den trockenen Standorten im Norden Niedersachsens hatten Hitze und Trockenheit die Wintergerste schnell abreifen lassen. Die Ernte begann früher, die Erträge liegen aber unter dem Durchschnitt. Auf schwereren Böden, die mehr Wasser speichern können, wird der Landwirtschaftskammer zufolge eine durchschnittliche bis gute Ernte erwartet.

Die Landwirte in der Europäischen Union dürften auch in diesem Jahr den Titel als „weltgrößter Weizenerzeuger“ verteidigen. Der Landvolkverband verweist auf eine Ernteprognose, wonach in der EU rund 135,96 Millionen Tonnen Weizen erwartet werden. Das wären zwar wegen der Frühjahrsdürre in Südosteuropa 10,3 Prozent weniger als im Vorjahr, aber mit einer Weizenernte von 113,5 Millionen Tonnen fällt Platz zwei an China vor Indien. Weizen wird voraussichtlich schon Ende des Monats geerntet.

Von Gerald Kräft

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