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00:23 02.04.2018
Leine ist Pflicht: Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt die Anleinregelung für Hunde.
Leine ist Pflicht: Vom 1. April bis zum 15. Juli gilt die Anleinregelung für Hunde. Quelle: Swen Pförtner
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Landkreis Göttingen

Die Anleinregelung gilt wegen der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit – die Eltern- und Jungtiere verschiedener Tierarten wie Vögel oder Hasen sollen durch diese Regelung geschützt werden. Mit „freier Landschaft“ sind nicht nur Flächen im Wald, sondern auch Flächen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile gemeint. Ausgeschlossen von dieser Regelung sind laut NWaldLG unter anderem Straßen und Wege des öffentlichen Verkehrs sowie Hofflächen und Gärten.

Geldbuße von bis zu 5000 Euro bei Nicht-Anleinung der Hunde

Der Leinenzwang liegt in der Zuständigkeit des Landkreises, wie Andrea Riedel-Elsner von der Pressestelle des Landkreises Göttingen mitteilt. Die Geldbuße – sollte es zu einer Anzeige wegen Nicht-Anleinung kommen – könne bis zu 5000 Euro betragen. Dazu komme es aber selten, meint Dieter Hildebrandt, Vorsitzender der Jägerschaft Göttingen. „Wenn wir unangeleinte Hunde im Wald sehen, weisen wir auf die Regel hin“, sagt er. Anzeigen würden sie das aber nicht, außer es komme tatsächlich dazu, dass ein Hund wildere.

Neben der für den Landkreis allgemeingültigen Anleinregelung in der freien Landschaft könnten die Gemeinden für ihren Bereich per Verordnung abweichende Regelungen treffen und auch Bußgelder anordnen, erklärt Riedel-Elsner vom Landkreis weiter. Das ist bei der Stadt Göttingen der Fall: So gibt das Stadtrecht der Stadt Göttingen in Paragraph 12 vor, dass ganzjährig „im Stadtgebiet innerhalb der und auf den Wallanlagen sowie bei genehmigungs- oder anzeigepflichtigen Veranstaltungen und Festen [...] Hunde an der Leine zu führen“ sind. Weiterhin gelte der Leinenzwang auf dem Bahnhofsvorplatz Ostseite einschließlich Zentraler Omnibusbahnhof und den Freiflächen vor dem Neuen Rathaus.

Hundetrainerin Müller: Auslastung der Hunde auch an der Leine möglich

Möglichkeiten, seinen Hund in dieser Zeit des Leinenzwangs trotzdem auszulasten, gibt es mehrere: So gebe es in Göttingen eine offizielle Hundewiese in der Bismarckstraße oberhalb der Schillerwiese, teilt Nina Winter von der Pressestelle der Stadt Göttingen mit. Dort dürfen die Hunde auch zwischen dem 1. April und dem 15. Juli frei laufen. Sie müssten aber trotzdem unter Kontrolle sein, so Winter, weil die Wiese nur durch eine Hecke abgegrenzt sei.

Melanie Müller, Inhaberin der Hundeschule Leinenlos in Ebergötzen, nennt außerdem die Drachenwiese in Geismar als „ganzjährigen Hundetreffpunkt“ – eine offizielle Freilauffläche ist die Wiese aber nicht. Es gebe aber eine Freilauffläche in Nörten-Hardenberg, die zu den Hundefreunden Nörten-Hardenberg gehört. Wer auch etwas mehr Strecke auf sich nimmt, könne gut mit seinem Hund in den Hundewald im Harz fahren.

Spiele an der Schleppleine fördern den Hund geistig

Ein genereller Tipp von der Hundetrainerin ist: „den Hund auf dem Spaziergang mit der Schleppleine auslasten“ – Rückruf- und Versteckspiele seien da eine Möglichkeit. „Man muss dem Hund Aufgaben stellen und ihn geistig fördern“, sagt sie. Das gehe auch mit Leine. Dazu, mit dem Hund aufgrund des mangelnden Freilaufs Fahrrad zu fahren oder joggen zu gehen, rät sie nicht unbedingt: „Es kann gut sein, dass der Hund das dann nach zwei Monaten weiter einfordert“, sagt sie. Das sollte also nur machen, wer auch in Zeiten ohne Leinenzwang Lust darauf hat.

Von Hannah Scheiwe

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